Blackout-Poems von Dirk Bathen

blackoutDirk Bathen hat mir ein Exemplar seiner Blackout-Poems zukommen lassen, die gerade im Gudberg-Verlag erschienen sind. In dem kleinen Buch im handlichen A6-Format tummeln sich 80 Gedichte, die er im Stil von Austin Kleon aus Zeitungsartikeln rausgestrichen hat. Einige zum Schmunzeln, andere zum Nachdenken, manche einfach schlau beobachtet: die Bandbreite ist groß und ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen (nächsten Tag noch mal) – was ich sonst bei Poesie nicht unbedingt mache.

Dirk schreibt, dass sich seine Blackout-Poems prima als Geschenkbuch eignen. Sehe ich auch so und verlose deshalb mein Exemplar unter euch. Bei Interesse einfach einen Kommentar oder mir eine Mail schreiben. Am 15.3. entscheidet random.org, wer das Büchlein bekommt.

Was macht man mit der Zeitung von gestern? Entsorgen. So landen Millionen Wörter im Altpapier, weil sie nutzlos geworden sind und nicht mehr gebraucht werden. Die andere Möglichkeit: Man gibt ihnen eine zweite Chance, ein neues Zuhause, einen neuen Sinn. Wahrt ihre Identität als Wörter und recycelt sie zu neuen Texten statt zu Klopapier. Diese Blackouts sind keine Filmrisse, sondern Risse im Zusammenhang alter Texte. Sie sind Satzminiaturen, in den Vordergrund gehoben durch das Ausblenden des nicht mehr Gebrauchten. So entsteht Neues aus Altem. Zeitlos, befreit von kurzlebiger Tagesaktualität.

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6 Kommentare zu „Blackout-Poems von Dirk Bathen

  1. Glückwunsch, Peter Petrell! Unter 9 TeilnehmerInnen (vier dovon per Mail) hat random.org dich ermittelt.

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