Stasi vs NSA als Datenvisualiserung


YouTube: Gauck vergleicht Stasi-Akten mit NSA-Datensammlung

Manchmal, wenn es mir zu gut geht, such ich mir zum Runterkommen was mit Politik. Nicht dass ich vor guter Laune noch platze. Sehr geholfen hat mir da neulich das ZDF-Sommerinterview mit Bundespräsident Gauck. Angesprochen auf PRISM und NSA gab es relativierende Worte und einen schrägen Vergleich:

Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist wie bei der Stasi und dem KGB, dass es dicke Aktenbände gibt, in denen unsere Gesprächsinhalte alle aufgeschrieben und schön abgeheftet sind. Das ist es nicht.

Ob unser Staatsoberhaupt mit Festplatten vertraut ist, kann ich nicht beurteilen. Andre Meister hat das auf Netzpolitik trotzdem mal durchgerechnet:

In der Gauck-Behörde sind laut eigenen Angaben 111.200 Regalmeter Unterlagen von der Stasi. Bei 25 Millionen Bytes pro Regalmeter sind das 2,8 Terabyte – und geht damit auf eine handelsübliche Festplatte. Das Global Information Grid der USA speichert unter anderem im Datencenter in Utah eine Datenmenge, die in Yottabytes gemessen wird. Ein einziges Yottabyte sind 360 Milliarden mal so viele Daten wie alle Stasi-Unterlagen.In Relation der DDR-Einwohnerzahl zur gesamten Weltbevölkerung heute sind das 6,5 Millionen mal mehr Daten – pro Person.

Beeindruckende Zahlen, aber zu abstrakt? Kein Problem: Open Data City geht noch einen Schritt weiter und beantwortet mit einer anschaulichen Datenvisualisierung die Frage: „Wieviel Platz würden die Aktenschränke der Stasi und der NSA verbrauchen – wenn die NSA ihre 5 Zettabytes ausdrucken würde?“


Gehe zu Stasi versus NSA. Realisiert von CC-BY 3.0 OpenDataCity.

(via KFMW, Netzpolitik, Nerdcore)

Ein Gedanke zu „Stasi vs NSA als Datenvisualiserung

  1. Cool.
    Endlich wieder gegen Gauck, zumindest ein bißchen.

    Natürlich ist es Quatsch, wenn man sich vor Augen hält, dass Stasi und NSA schon unterschiedliche Legitimationen hatten/haben.
    Natürlich werden Andersdenkende in den USA GENAUSO unterdrückt wie in diesem anderen… Land vor gar nicht allzu langer Zeit.

Schreibe einen Kommentar