Panini-Bilder auf der Fahndungswand im Tatort

Panini-Fahndungsfoto

Ich schaue Tatort nur in Ausnahmesituationen wie z.B. bei Elternbesuchen. Deshalb habe ich zwar kurz geschmunzelt, als mir vergangenen Sonntag folgender Tweet von Holger Gertz in die Timeline gespült wurde, dem aber sonst keine weitere Beachtung geschenkt:

Anders die österreichischen Fußballfreunde von 90Minuten.at, die, nachdem sie von der Sache Wind bekommen hatten, umgehend eigene Ermittlungen aufnahmen. Und siehe da, in ihrem forensischen Gutachten listen sie gleich ein Dutzend ehemalige Fußballer auf, die ebenfalls auf der Tatort-Fahndungswand sind, darunter der Schütze des entscheidenden Tores für Argentinien gegen Deutschland im WM-Finale 1986:

Gleich 12 ehemalige Fußballer rund um die Fußball-WM 1986 in Mexiko mussten bei der aktuellen Tatort-Sendung am Sonntag als verdächtige Personen herhalten. Die 90minuten.at-Redaktion hat nun alle verdächtigen Kicker überführt. Eine kriminalistische Analyse von Martin Böswarth

Ob sich die ARD damit wie Netzpolitik findet die „Urheber- und Persönlichkeitsrechtsverletzung des Jahres“ geleistet hat, ein billiges Revanche-Foul, oder vielleicht beides, dürfen andere entscheiden. Ich persönlich würde aber empfehlen, Doppelte künftig wieder auf dem Schulhof oder in der Kneipe zu tauschen, statt öffentlichrechtlich zu entsorgen.

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