Die volle Dröhnung oder warum Vögel auf Stromleitungen sitzen (Werbung)

Hängen ein paar schräge Vögel und ein durchgeknalltes Eichhörnchen auf einer Stromleitung ab und pfeifen sich die volle Dröhnung grünen Ökostrom rein – Schönes Viral über unerwartete Auswirkungen der Energiewende vom Stromanbieter EnBW, einem der größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und Europa:

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Die EnBW arbeitet an der Energiewelt der Zukunft, steigt aus der Kernkraft aus, investiert in moderne Netze, entwickelt neue Geschäftsmodelle und baut die erneuerbaren Energien aus. Durch den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien speist die EnBW Jahr für Jahr immer mehr grünen Strom ins Netz. Das ist nicht nur gut für Mensch und Natur, sondern auch für die Tierwelt – mit völlig unerwarteten Auswirkungen. Wie unterhaltsam diese sein können, zeigt der neuste Film.

Produziert wurde der Clip, in dem ein halbes Jahr Produktion steckt, übrigens von Sehsucht in Hamburg. Mehr über guten Stoff, grünen Strom und die tierischen Druffis Protagonisten (Wallpaper, GIFs, etc.) findet ihr auf der Website von EnBW.

Mit freundlicher Unterstützung von EnBW

„Manche hatten Krokodile“ – Dokumentation über St. Pauli (Stream & Download)

In seiner vielbeachteten, im letzten Jahr erschienen St.-Pauli-Doku „Manche hatten Krokodile“ zeichnet Regisseur Christian Hornung ein Porträt vom historischen St. Pauli – irgendwo zwischen Milieustudie und Liebeserklärung. Die Doku könnt ihr noch bis zum 1.12. in der ARD Mediathek streamen oder via MediathekViewWeb runterladen.

Vor Jahrzehnten sind sie auf St. Pauli gestrandet, auf der Flucht vor kleinbürgerlicher Enge, auf der Suche nach Arbeit und einem anderen, unkonventionelleren Leben: Als Tänzerin oder Stripperin, Wirt oder Bardame, Seemann oder Zuhälter haben sie sich durchgeschlagen. Sie treffen sich tagsüber in ihrer Stammkneipe, dem „Hong Kong“, dem „Utspann“ oder der „Kaffeepause“, um sich an frühere Zeiten zu erinnern. Sie erzählen von der Suche nach Gold und von sinkenden Schiffen, vom Kiezalltag und von Krokodilen. Und natürlich von den Sparclubs, in denen sie bis heute Mitglied sind. Sparer wollen sie dabei gar nicht sein, sie sehen sich als Lebemenschen. War Geld da, wurde es mit vollen Händen ausgegeben, ohne an die Zukunft zu denken. Aber in dem Sparschrank an der Kneipenwand sind zumindest ein paar Euro sicher, vor allem vor ihnen selbst. Ein Notgroschen, um über die Runden zu kommen. Die Kneipe mit dem Sparclub ist ihr sicherer Hafen geworden, den sie jeden Tag gerne ansteuern.


(via Testspiel)

Künstlergruppe baut Höcke ein Holocaust-Mahnmal vor die Haustür

Eine der besseren Aktionen des Zentrum für Politsche Schönheit: Die Künstlergruppe hat AfD-Hetzer Björn/Bernd Höcke ein Holocaust-Mahnmal mit 24 Betonstelen vor die Haustür gesetzt. Zur Erinnerung: Vergangenen Januar hatte Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und eine „180-Grad-Wende in der Erinnerungspolitik“ gefordert.

Mehr zur Aktion und einen Livestream-Link findet ihr auf der zugehörigen Crowdfunding-Seite.

Finanziere den erinnerungspolitischsten Beton aller Zeiten!
Mittwoch früh, 6 Uhr, Bornhagen (Thüringen): Der Lärm von Betonpumpen reißt den AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke aus dem Schlaf. Sein 500 Jahre altes Pfarrhaus bebt. Als er zum Fenster stürmt, traut er seinen Augen nicht: Direkt vor seinem Haus entsteht ein Ableger des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, das Höcke im Januar als ”Denkmal der Schande” bezeichnet hatte. Der ehemalige Geschichtslehrer zittert. Seit heute früh um 6 Uhr wird zurückgedacht.

Setze Björn Höcke ein Denkmal: Spende jetzt!
Bereits seit zehn Monaten ist das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) im Besitz des einzigen direkten Nachbargrundstücks in Höckes „Refugium“ – dem braunen Haus von Bornhagen. Das ZPS errichtet jetzt 24 Betonstelen vor dem Haus von Deutschlands größtem Hetzer.

Jetzt brauchen wir Deine Hilfe
Investiere in Beton und finanziere den Bau, Unterhalt und Betrieb des Mahnmals in der national befreiten Zone „Bornhagen“. Wir benötigen 54.000 Euro für insgesamt fünf Jahre Betrieb vor Höckes Haustüre. Damit ist das Denkmal vor Höckes Haus bis Dezember 2022 gesichert!

(via Metronaut)

I bims, das Jugendwort 2017

30 Begriffe standen fürs Jugendwort 2017 zur Wahl und über eine Million Leute haben abgestimmt:

  1. geht fit (geht klar, passt)
  2. napflixen (ein Nickerchen machen und dabei einen Film laufen lassen)
  3. unlügbar (definitiv, unbestritten)
  4. selfiecide (Tod durch den Versuch, ein Selfie zu machen)
  5. schatzlos (single)
  6. Merkules (Mischung aus Angela Merkel und Herkules)
  7. Teilzeittarzan (Jemand, der sich hin und wieder wie ein Affe verhält)
  8. tinderjährig (alt genug, die App Tinder zu nutzen)
  9. Noicemail (nervige Sprachnachricht)
  10. I bims (Ich bin)

Fand die Jury unfly und hat das Voting mal kurz auf den Kopf gestellt. Passt so auch sicher besser vong Vermarktung her.

Werbung trollt Werber

Das Plakat hängt zur Zeit in meinem Viertel Hamburg-Ottensen ca. 300 Meter von der Werbeagentur Scholz & Friends entfernt. Mich hat’s kurz zum Schmunzeln gebracht. Einige aus der Werbebranche finden es weniger witzig, reagieren mit Mimimi und einer Beschwerde beim Werberat. Einer nimmt’s immerhin sportlich. Und überhaupt: Life könnte noch viel bitterer sein.

Zum Hintergrund: Im gentrifizierten Ottensen sind Wohnungen schon lange knapp, insbesondere bezahlbare. Viele Anwohner waren dementsprechend wenig begeistert, als auf dem ehemaligen Zeise-Parkplatz in der Friedensallee nicht wie ursprünglich geplant 80 neue Wohnungen (die Hälfte davon Sozialwohnungen) gebaut wurden. Stattdessen entstand dort ein sechsgeschossiger Bürokomplex für den britischen Kommunikationskonzern WPP und dessen elf in Hamburg ansässige Agenturen, darunter Scholz & Friends.

Leute im Netz erreichen aus Sicht eines Publishers

Als Publisher ist man abhängig von Facebook. Auch ein großer Teil des Traffics auf meinen Katzenblog kommt vom blauen Riesen. Wer aber seine Facebook-Posts nicht mit Geld boostet, muss sich (wie ich) damit abfinden, eben nur einen Bruchteil seiner Follower zu erreichen. Matthew Inman‏ aka The Oatmeal hat diese ungleiche Beziehung neulich in seinem Strip Reaching people on the internet treffend auf den Punkt gebracht – und Facebook hat ihn umgehend bestätigt

Animojis In Movies

Das Besondere am neuen iPhone X sind neben dem Preis (je nach Speicher 1149 oder 1319 Euro) und seinem (fast) randlosen top-notch OLED-Display, die Animoji. Die TrueDepth-Kamera auf der Vorderseite scannt per Infrarot das Gesicht und überträgt die Mimik des Users auf die Emojis. Ob das die Zukunft ist oder eine nette Spielerei bleibt, werden wir sehen. Das man damit kreativen Quatsch machen kann, haben die letzten Tage aber schon mal gezeigt:

Bonus: #AnimojiKaraoke

(via reddit)

Amazons Alexa macht alleine Party bis die Polizei kommt

Ist der User aus dem Haus, tanzen feiern die digitalen Assistenten. Schöne neue Welt… 🤘

Grüßt euch erstmal Amazon,

also bisweilen war ich mit eurem Service und Alexa einwandfrei glücklich. Allerdings hat die Beziehung zwischen Alexa und mir seit Freitagnacht eine Kehrtwende genommen. Man könnte sagen „es ist kompliziert“ oder sogar eher soweit, dass wir nun leider getrennte Wege gehen müssen.

Während ich ganz entspannt in Hamburg auf der Reeperbahn, sowie im Schanzenviertel ein Kaltgetränk zu mir genommen habe, hat Alexa eigenständig, ohne Befehl und ohne über Handy (Spotify oder ähnlichem) gesteuert zu werden auf voller Lautstärke ihre eigene Party bei mir in der Wohnung gefeiert. Sei ihr theoretisch ja gegönnt, allerdings entschied sie sich für eine äußerst ungünstige Uhrzeit zwischen 1:50 Uhr und 3:00 Uhr Mitternacht. Meine Nachbarn alarmierten daraufhin die Polizei, welche wiederum die Wohnung öffnete und Alexa mal gehörig den Saft abdrehen mussten.

Es wurde das Türschloss samt Zylinder ausgetauscht. Die neuen Schlüssel konnte ich dann auf dem Polizeirevier in Empfang nehmen, wo ich morgens noch mit dem Taxi hinfahren durfte. Die Rechnung für den Schlüsseldienst als Nachteinsatz wird demnächst bei mir eintrudeln.

Als ich Alexa danach fragte, wie wir nun verbleiben und ob Sie mir die Kosten die sie selbstverschuldet verursacht hat, überweisen könnte kam nur ein trockenes

„Ich habe leider keine Antwort auf die Frage gefunden.“

Auf Nachfrage beim Telefonkundenservice von Euch wurde ich gefragt, ob mein Fenster eventuell auf Kipp stand und jemand nachts um 2 Uhr Alexa ferngesteuert haben könnte. Diese Option hielt ich für äußerst fragwürdig, da meine Wohnung sich im 6. Stock befindet und mein Fenster auch nicht auf Kipp stand.

Anbei schicke ich Euch noch ein netten Artikel aus dem aktuellen Pinneberg Tageblatt. Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie wir nun mit diesem Fauxpas verbleiben können. Alexa würde ich euch nämlich gerne einpacken und ihr könntet dann ein neues Zuhause für Sie suchen.

Mit freundlichem Gruß
ein bis gestern Morgen eigentlich noch überzeugter Amazon-Kunde.