Wenn eine Künstliche Intelligenz ein neues Kapitel Harry Potter schreibt

Die Leute von Botnik (a community of writers, artists and developers collaborating with machines to create strange new things) haben eine Künstliche Intelligenz mit allen sieben Harry-Potter-Bänden trainiert und anschließend ein Kapitel schreiben lassen. Mein Lieblingssatz: „Ron’s Ron shirt was just as bad as Ron himself.“




Noch ein lustig schräges KI-Projekt von Botnik: „Advice about teenagers written using a predictive text keyboard trained on ‚Dear Abby‘ advice columns about teenagers“. Wer macht bitte eine deutsche Version mit Dr. Sommer?

(via The Guardian)

YouTube-Kanal erklärt und analysiert die Bildsprache von Deutschrap-Videos

Der noch junge YouTube-Kanal FLP FRIDAY beschäftigt sich mit der visuellen Ebene von aktuellen Deutschrap-Videos und will neben Einblicken zu Machart der Videos auch Hintergründe zu Regisseuren und Produktionsfirmen liefern. Bisher gibt es (erst) fünf Folgen mit Clips von Kollegah, Farid Bang, Miami Yacine, Bausa und Ufo361. Alle ein, zwei Wochen sollen wohl neue hinzukommen. Persönlich tendiere ich bei Deutsch-Rap zur Zeit mehr so in Richtung Antilopen, Trettmann, Sookee, Zugezogen Maskulin, Fatoni, etc., finde die Videoanalysen trotzdem recht interessant.

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Künstler bekommt geklautes Handy zurück und bringt Chats der Diebe als Buch heraus

Künstler und Gestalter Lukas Adolphi wurde sein Handy geklaut. Nachdem er es einige Zeit und Gerichtsverhandlungen später zurückbekommen hatte, stellte er fest, dass es die Diebe in der Zwischenzeit für ihre private Kommunikation genutzt hatten. Deren Chats hat er nun im Eigenverlag unter dem Titel „Die Cops ham mein Handy“ als Buch herausgebracht.

Mir wurde vor Jahren mein Telefon von zwei Typen geklaut. Später wurden sie gefasst. Gerichtsverhandlung. Irgendwann bekomme ich mein Telefon wieder. Als ich es anschalte sehe ich, dass der Langfinger mein Telefon zwei Wochen lang benutzt und hunderte Nachrichten geschickt und empfangen hat. Diese findet ihr nun in Form eines Reklame-Bands.

„Die Cops ham mein Handy“ kostet 8 Euro (zzgl. Porto) und kann direkt bei Lukas Adolphi vorbestellt werden: Die erste Auflage ist leider bereits vergriffen, aber im Januar wird eine neue aufgelegt.

(Fotos: Lukas Adolphi | via Rudi)

Voltage Fluctuation Vol1 – Hamburger Nachtleben in GIFs

Seit 2016 duchstreift der Hamburger Fotograf Mark Broyer nachts seine Heimatstadt Hamburg und hält für seine Serie „After Hours“ ( Vol 1/2/3) menschenleere Orte in St. Pauli, Sternschanze, Neustadt und Altona fest. Ein paar Motive davon hat er jetzt in „Voltage Fluctuation Vol1“ als stimmungsvolle GIFs animiert. Hier eine komprimierte Auswahl und alle in voller Auflösung und Schönheit auf Behance.


(via LWDN)

Tampon ICE Graffiti

[Update: Das Redesign kommt von Razor] Dieser im Stil des Rasiermesser-Graffiti aufgehübschte ICE zieht gerade in Süddeutschland eine Blutspur hinter sich her. Auslaufmodell quasi…

„Manche hatten Krokodile“ – Dokumentation über St. Pauli (Stream & Download)

In seiner vielbeachteten, im letzten Jahr erschienen St.-Pauli-Doku „Manche hatten Krokodile“ zeichnet Regisseur Christian Hornung ein Porträt vom historischen St. Pauli – irgendwo zwischen Milieustudie und Liebeserklärung. Die Doku könnt ihr noch bis zum 1.12. in der ARD Mediathek streamen oder via MediathekViewWeb runterladen.

Vor Jahrzehnten sind sie auf St. Pauli gestrandet, auf der Flucht vor kleinbürgerlicher Enge, auf der Suche nach Arbeit und einem anderen, unkonventionelleren Leben: Als Tänzerin oder Stripperin, Wirt oder Bardame, Seemann oder Zuhälter haben sie sich durchgeschlagen. Sie treffen sich tagsüber in ihrer Stammkneipe, dem „Hong Kong“, dem „Utspann“ oder der „Kaffeepause“, um sich an frühere Zeiten zu erinnern. Sie erzählen von der Suche nach Gold und von sinkenden Schiffen, vom Kiezalltag und von Krokodilen. Und natürlich von den Sparclubs, in denen sie bis heute Mitglied sind. Sparer wollen sie dabei gar nicht sein, sie sehen sich als Lebemenschen. War Geld da, wurde es mit vollen Händen ausgegeben, ohne an die Zukunft zu denken. Aber in dem Sparschrank an der Kneipenwand sind zumindest ein paar Euro sicher, vor allem vor ihnen selbst. Ein Notgroschen, um über die Runden zu kommen. Die Kneipe mit dem Sparclub ist ihr sicherer Hafen geworden, den sie jeden Tag gerne ansteuern.


(via Testspiel)

Künstlergruppe baut Höcke ein Holocaust-Mahnmal vor die Haustür

Eine der besseren Aktionen des Zentrum für Politsche Schönheit: Die Künstlergruppe hat AfD-Hetzer Björn/Bernd Höcke ein Holocaust-Mahnmal mit 24 Betonstelen vor die Haustür gesetzt. Zur Erinnerung: Vergangenen Januar hatte Höcke das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und eine „180-Grad-Wende in der Erinnerungspolitik“ gefordert.

Mehr zur Aktion und einen Livestream-Link findet ihr auf der zugehörigen Crowdfunding-Seite.

Finanziere den erinnerungspolitischsten Beton aller Zeiten!
Mittwoch früh, 6 Uhr, Bornhagen (Thüringen): Der Lärm von Betonpumpen reißt den AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke aus dem Schlaf. Sein 500 Jahre altes Pfarrhaus bebt. Als er zum Fenster stürmt, traut er seinen Augen nicht: Direkt vor seinem Haus entsteht ein Ableger des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, das Höcke im Januar als ”Denkmal der Schande” bezeichnet hatte. Der ehemalige Geschichtslehrer zittert. Seit heute früh um 6 Uhr wird zurückgedacht.

Setze Björn Höcke ein Denkmal: Spende jetzt!
Bereits seit zehn Monaten ist das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) im Besitz des einzigen direkten Nachbargrundstücks in Höckes „Refugium“ – dem braunen Haus von Bornhagen. Das ZPS errichtet jetzt 24 Betonstelen vor dem Haus von Deutschlands größtem Hetzer.

Jetzt brauchen wir Deine Hilfe
Investiere in Beton und finanziere den Bau, Unterhalt und Betrieb des Mahnmals in der national befreiten Zone „Bornhagen“. Wir benötigen 54.000 Euro für insgesamt fünf Jahre Betrieb vor Höckes Haustüre. Damit ist das Denkmal vor Höckes Haus bis Dezember 2022 gesichert!

(via Metronaut)