I bims, das Jugendwort 2017

30 Begriffe standen fürs Jugendwort 2017 zur Wahl und über eine Million Leute haben abgestimmt:

  1. geht fit (geht klar, passt)
  2. napflixen (ein Nickerchen machen und dabei einen Film laufen lassen)
  3. unlügbar (definitiv, unbestritten)
  4. selfiecide (Tod durch den Versuch, ein Selfie zu machen)
  5. schatzlos (single)
  6. Merkules (Mischung aus Angela Merkel und Herkules)
  7. Teilzeittarzan (Jemand, der sich hin und wieder wie ein Affe verhält)
  8. tinderjährig (alt genug, die App Tinder zu nutzen)
  9. Noicemail (nervige Sprachnachricht)
  10. I bims (Ich bin)

Fand die Jury unfly und hat das Voting mal kurz auf den Kopf gestellt. Passt so auch sicher besser vong Vermarktung her.

Werbung trollt Werber

Das Plakat hängt zur Zeit in meinem Viertel Hamburg-Ottensen ca. 300 Meter von der Werbeagentur Scholz & Friends entfernt. Mich hat’s kurz zum Schmunzeln gebracht. Einige aus der Werbebranche finden es weniger witzig, reagieren mit Mimimi und einer Beschwerde beim Werberat. Einer nimmt’s immerhin sportlich. Und überhaupt: Life könnte noch viel bitterer sein.

Zum Hintergrund: Im gentrifizierten Ottensen sind Wohnungen schon lange knapp, insbesondere bezahlbare. Viele Anwohner waren dementsprechend wenig begeistert, als auf dem ehemaligen Zeise-Parkplatz in der Friedensallee nicht wie ursprünglich geplant 80 neue Wohnungen (die Hälfte davon Sozialwohnungen) gebaut wurden. Stattdessen entstand dort ein sechsgeschossiger Bürokomplex für den britischen Kommunikationskonzern WPP und dessen elf in Hamburg ansässige Agenturen, darunter Scholz & Friends.

Leute im Netz erreichen aus Sicht eines Publishers

Als Publisher ist man abhängig von Facebook. Auch ein großer Teil des Traffics auf meinen Katzenblog kommt vom blauen Riesen. Wer aber seine Facebook-Posts nicht mit Geld boostet, muss sich (wie ich) damit abfinden, eben nur einen Bruchteil seiner Follower zu erreichen. Matthew Inman‏ aka The Oatmeal hat diese ungleiche Beziehung neulich in seinem Strip Reaching people on the internet treffend auf den Punkt gebracht – und Facebook hat ihn umgehend bestätigt

Animojis In Movies

Das Besondere am neuen iPhone X sind neben dem Preis (je nach Speicher 1149 oder 1319 Euro) und seinem (fast) randlosen top-notch OLED-Display, die Animoji. Die TrueDepth-Kamera auf der Vorderseite scannt per Infrarot das Gesicht und überträgt die Mimik des Users auf die Emojis. Ob das die Zukunft ist oder eine nette Spielerei bleibt, werden wir sehen. Das man damit kreativen Quatsch machen kann, haben die letzten Tage aber schon mal gezeigt:

Bonus: #AnimojiKaraoke

(via reddit)

Amazons Alexa macht alleine Party bis die Polizei kommt

Ist der User aus dem Haus, tanzen feiern die digitalen Assistenten. Schöne neue Welt… 🤘

Grüßt euch erstmal Amazon,

also bisweilen war ich mit eurem Service und Alexa einwandfrei glücklich. Allerdings hat die Beziehung zwischen Alexa und mir seit Freitagnacht eine Kehrtwende genommen. Man könnte sagen „es ist kompliziert“ oder sogar eher soweit, dass wir nun leider getrennte Wege gehen müssen.

Während ich ganz entspannt in Hamburg auf der Reeperbahn, sowie im Schanzenviertel ein Kaltgetränk zu mir genommen habe, hat Alexa eigenständig, ohne Befehl und ohne über Handy (Spotify oder ähnlichem) gesteuert zu werden auf voller Lautstärke ihre eigene Party bei mir in der Wohnung gefeiert. Sei ihr theoretisch ja gegönnt, allerdings entschied sie sich für eine äußerst ungünstige Uhrzeit zwischen 1:50 Uhr und 3:00 Uhr Mitternacht. Meine Nachbarn alarmierten daraufhin die Polizei, welche wiederum die Wohnung öffnete und Alexa mal gehörig den Saft abdrehen mussten.

Es wurde das Türschloss samt Zylinder ausgetauscht. Die neuen Schlüssel konnte ich dann auf dem Polizeirevier in Empfang nehmen, wo ich morgens noch mit dem Taxi hinfahren durfte. Die Rechnung für den Schlüsseldienst als Nachteinsatz wird demnächst bei mir eintrudeln.

Als ich Alexa danach fragte, wie wir nun verbleiben und ob Sie mir die Kosten die sie selbstverschuldet verursacht hat, überweisen könnte kam nur ein trockenes

„Ich habe leider keine Antwort auf die Frage gefunden.“

Auf Nachfrage beim Telefonkundenservice von Euch wurde ich gefragt, ob mein Fenster eventuell auf Kipp stand und jemand nachts um 2 Uhr Alexa ferngesteuert haben könnte. Diese Option hielt ich für äußerst fragwürdig, da meine Wohnung sich im 6. Stock befindet und mein Fenster auch nicht auf Kipp stand.

Anbei schicke ich Euch noch ein netten Artikel aus dem aktuellen Pinneberg Tageblatt. Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie wir nun mit diesem Fauxpas verbleiben können. Alexa würde ich euch nämlich gerne einpacken und ihr könntet dann ein neues Zuhause für Sie suchen.

Mit freundlichem Gruß
ein bis gestern Morgen eigentlich noch überzeugter Amazon-Kunde.

Bushaltestellen, die zum Entscheiden auffordern

In der Hamburger Innenstadt haben Unbekannte einige Bushaltestellen in verschiedene Wartezonen eingeteilt („ich liebe männer“ vs „ich liebe frauen“ | „ich liebe fleisch“ vs „ich liebe tiere“). Für Unentschlossene wurde netterweise etwas Platz zwischen den Feldern gelassen, auch ein Spagat scheint möglich. Nur etwas schade, dass es (noch?) kein Video mit Wartenden bei ihrer Entscheidungsfindung gibt.

Falls jemand Haltestellen mit weiteren Themenfeldern entdeckt, gerne in den Kommentaren Bescheid geben.

(Fotos: Street Art School | via LWDN)

Was für ein Käse: Warum Google keine 🍔 kann

Weil die Unicode-Organisation bei der Gestaltung von Emojis nur ungefähre Vorgaben macht, sehen die Ideogramme von Konzern zu Konzern bekanntlich ziemlich verschieden aus. So auch das Hamburger-Emoji: Ob mit oder ohne Tomate, ein oder zwei Patties, die Geschmäcker sind verschieden… Aber Google: den Käse unters Fleisch packen, srsly?

Immerhin erkennt man in Mountain View den Ernst der Lage und der Chef meldet sich persönlich zu Wort:

Und wo wir schon dabei sind, sollten wir vielleicht auch mal über Bier sprechen…

(via The Verge)