Köln hat jetzt ein Internetcafé (VIVA News von 1995)

Kurzer Ausflug in die 90er. VIVA (dessen Mitgründer und Ex-Geschäftsführer als Lobbyist der Musikindustrie neulich Beauftragter für Digitale Ökonomie geworden ist) über ein Internetcafé in Köln. „Nach dem Cyberia in Berlin und der Dorfschenke Duisburg Friemersheim ist das Jam Café der dritte Laden seiner Art in Deutschland“.


YouTube: VIVA News von 1995 (via Nerddrugs)

Just Surf The Net: Internet Instruction Videos Autotuned


YouTube: Just Surf The Net (via PewPewPew)

John D. Boswell alias Melodysheep hat Internet Instruction- und Werbevideos der 90iger per Autotune remixt.

„A musical tribute to the internet’s golden age: the 1990s.“ Sources:

Kids guide to the Internet
Hackers
Vibrations
Don’t Copy that Floppy
Tomorrow’s World – The Information Superhighway
The Internet As It Was In 1996
News At Ten On The Information Superhighway
Jumping over a chair like a gangster (Bill Gates)
Discovering The World Wide Web
AOL commercials

„Wir sind jung. Wir sind stark.“ – Film über Rostock-Lichtenhagen

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Heute kommt das Drama „Wir sind jung. Wir sind stark.“ von Burhan Qurbani über die rassistischen Ausschreitungen 1992 in Rostock-Lichtenhagen ins Kino. Ob der Film bei euch in der Nähe läuft, könnt ihr hier checken.


Kinotrailer Wir sind jung. Wir sind stark. from Zorro Film on Vimeo.

Rostock-Lichtenhagen 1992. In einer verödeten Wohnsiedlung hängen die Jugendlichen herum und wissen nichts mit sich anzufangen. Tagsüber gelangweilt, harren sie der Nächte, um gegen Polizei und Ausländer zu randalieren. Auch Stefan (Jonas Nay), der Sohn eines Lokalpolitikers (Devid Striesow), streift mit seiner Clique ziellos durch die Gegend. Es brodelt, aber immer nur bis kurz vor dem Siedepunkt. Ohne Job und eine Aufgabe finden die Freunde immer nur sich selbst als Ziel kleinerer und großer Grausamkeiten. Liebe ist austauschbar, Freundschaft und Loyalität sind nur Beiwerk einer aufgesetzten Ideologie.

Auch Lien (Trang Le Hong) lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Siedlung, im sogenannten Sonnenblumenhaus, das von Vietnamesen bewohnt wird. Sie glaubt in Deutschland eine Heimat gefunden zu haben und will auch nach der Wende bleiben. Ihr Bruder dagegen plant die Rückkehr, weil er vor dem Hintergrund der wachsenden Anfeindungen um die Zukunft seiner Familie fürchtet. Es ist der 24. August als die Geschichten dieser Menschen zusammentreffen: Der Mob hat sich vor dem Sonnenblumenhaus versammelt.

Auch Stefan, Robbie und die anderen sind unter den Randalierern. Die Krawalle eskalieren und schließlich wirft einer den ersten Molotow-Cocktail ins Haus. Die tatenlos zuschauende Menge klatscht Beifall. Am Ende dieses Tages wird sich für viele das Leben geändert haben. Dabei eint sie alle die Sehnsucht nach einer Heimat, nach Liebe und einer Alternative im Leben; nach der Möglichkeit den eigenen kleinen Traum vom Glücklichsein verwirklichen zu können.

(via i-ref)

2388 MS-DOS Games beim Internet Archive im Browser zocken

MS-DOS-Games

Nach den 900 klassischen Arcade Games hat sich das Internet Archive jetzt auch noch eine Sammlung mit 2388 MS-DOS Games zugelegt, die ihr im Browser zocken könnt. Jason Scott, der die Sammlung kuratiert, hat ein bisschen über das Projekt und dessen Umsetzung gebloggt. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss in die 90er reisen.

(via Hacker News)

SoKo „Wand und Farbe“ – Polizei vs. Hafenstraße 1994


YouTube: Polizei in der Hafenstraße | EXTRA 3 (via Blogbuzzter)

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Die SoKo „Wand und Farbe“ der Hamburger Polizei beim Versuch, eine Hauswand in der Hafenstraße zu überstreichen.

1994 war die Welt noch in Ordnung: Hausbesetzer und Polizei zeigen sich konfliktfreudig, obwohl nicht jede Wandfarbe hält, was sie verspricht.

Berlin in den 90ern

Berlin-in-den-90ern
Ich hab nie in Berlin gewohnt, war Mitte der 90er aber so häufig dort, dass es sich zeitweise fast wie ein Zweitwohnsitz angefühlt hat. Das Berlin von damals existiert schon lange nicht mehr und so macht mich das junge Foto-Blog Berlin in den 90ern – so toll das Projekt ist – auch ein bisschen wehmütig. Ich hoffe auf noch viele Bilder in der nächsten Zeit. (via Tanith)

Dies ist ein temporäres Projekt. Nach und nach werde ich alte Negative einscannen und die Bilder hier posten. Die Fotos entstanden hauptsächlich in Ostberlin, ungefähr von 1991 bis 2002. In der Nachwendezeit war Ostberlin ein riesiger Möglichkeitsraum: Ein Stadtzentrum voller Brachen und leer stehender Gebäude, in dem es jede Menge Platz für alternative Nutzungen gab. Während temporäre Clubs und Galerien die Freiräume nutzten und das Szenario belebten, kündeten zahllose Baustellen und Umleitungen vom bevorstehenden Wandel. Es war auch die Zeit, in der das Berliner Architekturdesaster seinen Anfang nahm.