Augmented Wahlplakat-Busting zur Berlin-Wahl

Am 18. September 2016 ist in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Dementsprechend ist die Stadt momentan mit Wahlplakaten zugepflastert. Deshalb ruft das Bohemian Browser Ballett zu ein bisschen digitalem Schabernack auf:

Augmented Vandalism macht Spaß und bringt Euch nicht in den Knast! Schickt uns Euer Politikerplakat an augmentedvandalism@gmail.com und werdet unsterblich auf dem Kracher-Tumblr augmentedvandalism.tumblr.com – Mit PhotoSpeak könnt Ihr Gesichter animieren, Face Swaps liefert Face Swap Live.

Bisher sind auf dem Tumblr Augmented Vandalism nur ein paar Videos zu sehen, aber kann ja noch werden.

(via @wahl_beobachter & Rudi)

Adbusting in Berlin: Denkendzettelklebende Menschen für die Demaskierung von Asylkritik und Wutbürgertum

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Die Gruppe „Denkendzettelklebende Menschen für die Demaskierung von Asylkritik und Wutbürgertum“ kurz „DeMefüDeAsWu“ hat letzte Nacht in Berlin rund um den Hauptbahnhof ein paar Werbeplakate wider Bärgida und Asylrechtsverschärfung umgestaltet.

Eine böse Überraschung mussten die RassistInnen von Bärgida am Montag erleben. Rund um den wöchentlichen Treffpunkt der Nazis, den Berliner Hauptbahnhof, haben antifaschistische Plakatkünstler_Innen sogenannte „Adbustings“ angebracht. Dabei veränderte die Gruppe, die sich „Denkendzettelklebende Menschen für die Demaskierung von Asylkritik und Wutbürgertum” (DeMefüDeAsWu) nennt, Werbeplakate, um auf den Rassismus der „besorgten BürgerInnen“ aus der rechten Ecke aufmerksam zu machen. Deren Versuch, sich über aktuelle Diskurse als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu positionieren, wird ebenso angeprangert. Darüber hinaus thematisiert DeMefüDeAsWu den Rassismus durch Regierung.

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(Fotos: indymedia | via urbanshit)

Adbusting am Verteidigungsministerium

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Nachdem die Bundeswehr und ihre pseudo hippe Werbekampagne bereits von Peng Collektive schön getrollt worden ist, hat jetzt die „Abteilung zur sichtbaren und inhaltlichen Verschlimmbesserung unhaltbarer Truppenwerbung (AbtVerschlTruWer)“ mit einem Adbusting am Verteidigungsministerium nachgelegt. Der Spruch mit den Arschlöchern gefällt mir gut, beim Rest wäre vielleicht mehr drin gewesen. Nichts­des­to­trotz schöne Aktion!

Nicht einmal mehr im Berliner Kriegsministerium ist die Bundeswehr vor Schmähungen sicher. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden rund um den Bendlerblock veränderte Werbeplakate der Bundeswehr verbreitet. Die Gruppe, welche sich selbst „Abteilung zur sichtbaren und inhaltlichen Verschlimmbesserung unhaltbarer Truppenwerbung (AbtVerschlTruWer)“ nennt, konfrontiert die deutschen Streitkräfte direkt vor ihrer Haustür mit Kritik. Deren aktueller Versuch, sich als selbstverständlichem Teil der Gesellschaft zu positionieren wird ebenso angeprangert, wie die deutsche Interessensvertretung durch die Armee in aller Welt.

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(Alle Fotos: Indymedia unter CC BY-NC-SA 2.0 DE | via Ronny)

600 Ad-Takeovers zur UN-Klimakonferenz 2015 an Pariser Bushaltestellen

Anlässlich der am Montag beginnenden UN-Klimakonferenz 2015 in Paris hat Brandalism dort Werbekästen an Bushaltestellen gekapert und mit 600 Postern von über 80 Künstler/innen bestückt. Ich hab mich erst durch einen Bruchteil geklickt, sind aber schöne Teile dabei.

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(Video-Direktlink | Foto 1: Barnbrook | Foto 2: Revolt Design | Foto 3: Eye Saw | Foto 4: Bill Posters | Foto 5: Dr. D | Foto 6: Shift/Delete | Foto 7: Monstfur/Simpson | Foto 8: Listen04 | via Vandalog)

Wahlplakate from Hell: Bremer Bürgerschaftswahl 2015

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Der geschätzte Wahlbeobachter alias Martin Fuchs hat in den letzten Wochen mal wieder einen Blick in die Hölle geworfen und diesmal Wahlplakate aus Bremen gesammelt. Ein paar Adbustings sind zwar dabei, das meiste bewegt sich aber zwischen Realsatire oder einfach nur schlimm.

Nachdem ich bereits im letzten Europawahlkampf und bei der Hamburger Bürgerschaftswahl die schönsten „Wahlplakate from Hell“ präsentiert habe, habe ich auch zur Bremer Bürgerschaftswahl wieder einige schöne Motive drüben bei Twitter zusammengetragen. Hier nun alle auf einen Blick.

(via @olekeding)

Guerilla-Aktion im ICE: Info-Broschüre im Design der Deutschen Bahn gegen Racial Profiling

Foto: @padeluun

Die Deutsche Bahn legt Info-Broschüren gegen Racial Profiling im ICE aus? Notwendig wäre es, aber leider nein: Schöne Guerilla-Aktion, auch wenn der QR-Code (noch?) eine 404 ausspuckt und das DB-Logo unnötigerweise (absichtlich) falsch ist.

(entdeckt von padeluun; via @fasel)

Adbusting zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015

Am 15. Februar 2015 ist in Hamburg Bürgerschaftswahl und entsprechend die Stadt mit Parteien-Werbung zugepflastert. Schöne Steilvorlagen für das eine oder andere Adbusting. Was mir bis zur Wahl über den Weg läuft sammle ich hier. Wer eins entdeckt: gerne per Mail!

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Foto: Sven-Olaf Peeck

 

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Foto: @melican
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Foto: Martin Fuchs

 

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Foto: via Martial Arts

 

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Foto: via urbanshit

 

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Foto: @wurm77

 

Doener-Union
Foto: ‏@alimiragha (Update: Werbung von Lieferheld)

 

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Quelle: @extra3
Darth-Scholz
Quelle: @extra3

 

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Foto: Rainer Klute
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Foto via Blogbuzzter

NO-AD Day 2014 – Internationaler Aktionstag gegen Werbung im öffentlichen Raum

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Am 27.November haben Aktivisten im Zuge des jährlichen „NO-AD Day“ Werbung aus der Stadtlandschaft entfernt. Erste Fotos gibts in diesem Album bei Facebook, Infos zum internationalen Aktionstag auf der offiziellen Webseite. Nicht dazu gehörend aber thematisch passend: hier noch ein Interview von ARTE-Tracks mit Jordan Seiler, dem Entwickler der App „NOAD„, die Werbung in Echtzeit durch Kunst ersetzt.

In an effort to examine the issue of over-consumption, “Buy Nothing Day” began in 1992 by artist Ted Dave, and participants were asked to refrain from purchasing goods for 24hrs. 22 years later this single act of defiance has grown into a worldwide movement that now takes place in 65 countries and includes thousands of participants. We have begun “NO AD Day” in solidarity with the “Buy Nothing Day” movement, and as an extension of our activist projects dealing with outdoor advertising in Public Space. Participants in “NO AD Day” are asked to remove as much outdoor advertising as they can the day before Buy Nothing Day, in an effort to eliminate the commercial media messages which dominate our public spaces.

We believe that curbing our over-consumption requires we take a hard look at the commercial messages which dominate all media outlets, and whose conceits we cannot escape. We also believe that extraditing ourselves from the commercial media system is the best way to gain control over our consumption behaviors. Our public spaces, dominated by commercial media, make gaining distance impossible. By eliminating the commercial media which dominate our public spaces we can begin to more fully gain control of our desire to consume, and address the issues surrounding “Buy Nothing Day”, and the rampant over consumption which threatens our civilization.

“NO AD Day” is about controlling the over saturation of our minds and environment by commercial media, so that we might address our consumptive needs in a more meaningful and productive way.

(via I Love Graffiti)