Wahlplakatwende: „Einfach So“ drehen 100 Wahlplakate in Berlin um und schaffen Weißflächen für kreative Nutzung

In der Nacht vom 28. August hat die Gruppe Einfach So in Berlin 100 Wahlplakate umgedreht und die Bewohner animiert, die neu entstandenen Weißflächen für Forderungen an die Politik, Kunst oder nachbarschaftliche Kommunikation zu nutzen. Der Clou an der Wahlplakatwende: Die Aktion ist anscheinend sogar legal (siehe Pressemitteilung). Zudem hat die Gruppe einen offenen Brief an die Parteien und beteiligten Werbeagenturen verfasst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben begonnen, Ihre Wahlplakate umzudrehen. Man könnte damit fragen wollen, ob Ihre Plakate eigentlich zum Nachdenken anregen sollen?

Man könnte damit sagen wollen, dass es für den Informationsgehalt irrelevant ist, ob die Vorder- oder Rückseiten sichtbar sind.

Man könnte damit auch weiße Flächen für Kunst im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen.

Man könnte sie umdrehen, um darüber mitzubestimmen, was man im öffentlichen Raum wahrnimmt, ja wahrnehmen muss, und was nicht.

Man könnte Plakate umdrehen, um mit Richard von Weizsäcker zu fragen, was eigentlich der Unterschied zwischen Mitwirkung an der politischen Willensbildung (Art. 21 GG) und Einflussnahme auf die öffentliche Meinung (§1 ParteiG) ist.

Man könnte aus tausend Gründen Wahlplakate umdrehen. Man kann es aber auch einfach so tun.

Herzlichst, Einfach so.

P.S.: Vielleicht eine gute Gelegenheit mit dem Unsinn aufzuhören?

(Fotos: Einfach So | via urbanshit)

In God w€ tru$t – Rocco und seine Brüder installieren Gebetsgeldautomat

Vor ein paar Tagen hat das Künstlerkollektiv Rocco und seine Brüder in einer Berliner U-Bahn Station einen Geldautomat umgestaltet: Dabei wurde das EC-Symbol durch ein weiß leuchtendes Kreuz ersetzt und eine Gebetsbank installiert. Nicht nur die Berliner Polizei wunderte sich…

Mehr von  Rocco und seinen Brüdern findet ihr auf Facebook und Instagram.

Bonus: „The Last Ride“

Anlässlich des G20 Gipfels haben Rocco & Co. eine Riot Cop-Puppe in voller Montur im Beichtstuhl in einer S-Bahn durch Hamburg fahren lassen. (Ungeduldige springen zu Minute 2:25):

(via)

Derweil in Berlin 🏊 und Potsdam 🏄

In Hamburg haben wir 1000 Wörter für Regen, aber dazu fällt mir gerade trotzdem keins ein:



(via @fierce_fridayNotes of Berlin & Ronny)

Fotos von Kreuzberg in den 1970ern

Kreuzberg 1973 - 1979

Aktuell geht wieder das Flickr-Album von Steffen Osterkamp mit Bildern aus Kreuzberg zwischen 1973-79 rum. Wer’s noch nicht gesehen hat: Durchklicken oder besser noch Fullscreen als Diashow schauen. (via FB)

Mein Onkel hat in den 70ern seinen Berliner Kiez fotografiert. Hier ist eine kleine Auswahl

Passend dazu nochmal die Doku „Menschen, Häuser“ über Kreuzberg in den frühen 1980ern:

„Menschen, Häuser“ ist ein Dokumentarfilm, der im Jahre 1983 als Auftragsarbeit entstand. Peter Mueller versucht einen Eindruck zu geben in die Situation der behutsamen Stadterneuerung der frühen 80er Jahre in Berlin-Kreuzberg. Er portraitiert die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Kreuzberg, zeigt die Häuser in denen sie wohnen und macht einen Abstecher in die Geschichte des Stadtteils.

Inge Schulze, die „Schrippen-Mutti“ von Berlin

schrippenmutti

Die Munchies haben die „Schrippen-Mutti“ por­t­rä­tie­rt. Seit mittlerweile 25 Jahren verkauft die 77-jährige Inge Schulze belegte Schrippen, Stullen und hausgemachte Bouletten im Berliner Nachtleben. Mit ihrer orangenen Ape tuckert sie bis tief in die Nacht durch die Gegend, beliefert Kneipen und Bordelle und was am Ende übrig bleibt, verteilt sie an Obdachlose.


(via Blogbuzzter)

U-rban Gardening Map Berlin – Der beste Weg zu den Urban Gardening Projekten der Stadt

seedbombcity
Hier klicken für Bild in voller Auflösung

Die Leute von Seedbomb City haben eine U-rban Gardening Map für Berlin gebaut, die den besten Weg zu den Urban Gardening Projekten der Stadt zeigt. Außerdem sind auf der Seite alle 26 Projekte nochmal mit Name, Adresse und Homepage gelistet. Behalte ich für meinen nächsten Berlin-Trip im Hinterkopf.

(via @SeedbombCity | HT @antiprodukt)

Auf Typo-Safari in Berlin

typo-safari

Arte Creative war auf Typo-Safari in Paris, Berlin, Barcelona, Montreal, Marseille, London und Amsterdam. In der Berlin-Episode spricht Typo-Legende Erik Spiekermann u.a. über ästhetische Katastrophen wie Arial im öffentlichen Raum und die BVG-Schrift. Interessant und unterhaltsam!

U-Bahnen, Busse und offizielle Logos: Berlin strahlt in Gelb. Und wer hat’s erfunden? Der Typograf und Schriftgestalter Erik Spiekermann. Auf der Jagd nach den Schriften, die Berlin prägten und prägen, begleitet uns der „Typomane“ durch sein Berlin der Zeichen, Logos und Schriftarten. Er zeigt uns, wie sehr Schriften die ganze Stadt prägen und warum Arial im öffentlichen Raum für ihn visuelle Verschandelung ist.

(via Berlin Graffiti)