Ein Schlafzimmer in einen Berliner U-Bahn-Schacht bauen (Making of)

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Direktlink: Secret Bedroom Discovered | Rocco and his brothers

Anfang des Jahres wurde in Berlin in einem U-Bahn-Schacht ein voll möbliertes Schlafzimmer entdeckt. Nachdem über den Fund lange gerätselt und spekuliert worden ist, hat sich jetzt das Künstlerkollektiv „Rocco and his Brothers“ zu der Aktion bekannt. Well played:

An einem Februar Morgen vermeldeten die Boulevardzeitungen Berlins ein seltsames Ereignis.

Mitarbeiter der BVG hatten bei der Routinebegehung eines Berliner U-Bahn-Schachtes der Linie U9 eine Entdeckung gemacht: ein voll möbliertes Schlafzimmer mit laufendem Fernseher, angeschalteten Lampen, einem ordentlich gemachten Bett und zwei gut gepflegten Zimmerpflanzen.

Hundert Meter Kabel wurden verlegt, um Strom von einer Baustelle auf einem stillgelegten Bahnhofsrohbau am Rathaus Steglitz abzuzapfen.

Eine Bleibe für Obdachlose? Eine Flüchtlingsunterkunft? Ein Schutzraum für Künstler vor der Reizüberflutung der Außenwelt?

Die Berliner Öffentlichkeit spekulierte ausgiebig über die Urheber und ihre Motive. Oft wurden Wohnungsnot und Gentrifizierung assoziiert, die Flüchtlingsthematik bis hin zu den Ähnlichkeiten zu Bunkeranlagen.

Bald griff auch das Feuilleton die Thematik auf und erkannte das Zimmer als Guerillakunst. Im Gegensatz zur Sensationslust des Boulevards widmete sich etwa der Architekturhistoriker Nikolaus Bernau ausführlich dem Werk und analysierte verschiedene Aspekte der Installation.

Nachdem er berechtigerweise fragte, was aus der verwendeten Yucca-Palme geworden sei, die ja ohne Sonnenlicht nicht existieren kann, wurde sie ihm prompt anonym zugestellt.

(via Berlin Graffiti)

Augmented Wahlplakat-Busting zur Berlin-Wahl

Am 18. September 2016 ist in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Dementsprechend ist die Stadt momentan mit Wahlplakaten zugepflastert. Deshalb ruft das Bohemian Browser Ballett zu ein bisschen digitalem Schabernack auf:

Augmented Vandalism macht Spaß und bringt Euch nicht in den Knast! Schickt uns Euer Politikerplakat an augmentedvandalism@gmail.com und werdet unsterblich auf dem Kracher-Tumblr augmentedvandalism.tumblr.com – Mit PhotoSpeak könnt Ihr Gesichter animieren, Face Swaps liefert Face Swap Live.

Bisher sind auf dem Tumblr Augmented Vandalism nur ein paar Videos zu sehen, aber kann ja noch werden.

(via @wahl_beobachter & Rudi)

Unbemerkt Werbung gegen Kunst austauschen: Toy häng‘ im Bahnhof ab

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Im Berliner U-Bahnhof Rosenthaler Straße hat die Graffiti-Crew Toy ein paar Werbeplakate gegen eigene, mitgebrachte Kunst ausgetauscht. Nicht nur eine schöne Aktion, sondern auch immer wieder interessant zu sehen, was man unbemerkt anstellen kann, solange man dabei die passende Uniform Arbeitsbekleidung trägt.


Direktlink: https://youtu.be/hytCpLWQZUw (via Robyn)

Alternativ kann man sich vom 10.-11. September 2016 in Kreuzberg die Arbeiten von Toy auch im Rahmen einer Ausstellung anschauen.

Landwirtschaft in Kreuzberg: Polizei entfernt 700 Hanf-Pflanzen am Kottbusser Tor

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Am Kottbusser Tor in Kreuzberg haben unbekannte Haschrebellen eine Hanf-Plantage angelegt, die nach ihrer Entdeckung von der Polizei wieder entfernt worden ist. Schöne Aktion – wobei ich davon ausgehe, dass es sich um Nutzhanf handelt. Alles andere wäre ziemliche Verschwendung, wenn von vornherein klar ist, dass die Pflanzen eher früher als später entdeckt werden.

Polizeibeamte in Kreuzberg betätigten sich heute Vormittag zwischenzeitlich als Gärtner. Ein Mitarbeiter der BSR hatte gegen 10.15 Uhr die Polizei zum U-Bahnhof Kottbusser Tor gerufen, nachdem er bei Reinigungsarbeiten zahlreiche kleine Pflänzchen entdeckt hatte, die ihm verdächtig vorkamen. Die alarmierten Ermittler bestätigten seinen Verdacht – es handelte sich um rund 700 kleine Cannabis Pflänzchen, die auf den Grünflächen am Kottbusser Tor wuchsen. Die Beamten entfernten die Pflanzen und stellten sie sicher. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln.

(via Blogrebellen)

„Dixicuzzi“ von Daniel Chluba – Jacuzzi aus zwei alten Dixi-Toiletten

Dixicuzzi
Daniel Chluba hat aus zwei alten Dixi-Toiletten einen einen Jacuzzi gebaut. Der Dixicuzzi ist Teil des Dixiland („die mobilste Galerie Berlins“), könnte ich mir aber auch gut als DIY-Projekt fürs nächste Festival vorstellen…


Dixicuzzi von Daniel Chluba bei Party Arty vol.40 im Prince Charles (via urban shit)

Dixicuzzi ist eine wellnessskulPtur für den öffentlichen Raum.

Eine Transformation zweier Dixi-Toiletten zum Jacuzzi, einer beheizbaren mobilen Badewanne für den öffentlichen Raum. Die umgeschmissen und gehackten Dixi-Toiletten werden mit Wasser gefüllt, dass mit Hilfe eines Durchlauferhitzer auf 42 C° erwärmt wird. Plus ein paar Menschen und Accessoires entsteht ein Spannendes Party-Wellness-Objekt.

Der Dixicuzzi ist ein Multitool und wird auch als mobile Galerie bespielt. Siehe Dixiland.org

Black Is The New Blu

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Foto von @hellolivinlarge

Berlin-Touris können das Mural von Blu in Kreuzberg aus ihren Reiseführern streichen: Letzte Nacht hat der Street-Artist sein über die Hauptstadt hinaus bekanntes Werk von Bekannten schwarz übermalen lassen. Ein Statement zu der Aktion gibts auch:

A sort of desperate statement: having learned that a new house would be built at that spot with a panning view on the paintings (that would be kept on the wall), the artists decided to paint them all black, so that nobody can take advantage of the original work. In a way, it is a „fuck you“ gesture towards the city, towards the real estate company, but most of all – to all the people who love this artwork and everything that it’s come to represent. The argument of the people who are doing that is that Berlin is not the same anymore, that the real estate company will just use the artwork to sell apartments more expensive, that a new statement needs to be made… In a way, they are doing exactly what the artwork says: „reclaim your city“.

Ich halte das wie Kollege Einhorn und finde die schwarze Wand mit dem verblieben „your city“ aussagekräftiger als das Mural – Realitätsupdate quasi.

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GIF von René