Leute im Netz erreichen aus Sicht eines Publishers

Als Publisher ist man abhängig von Facebook. Auch ein großer Teil des Traffics auf meinen Katzenblog kommt vom blauen Riesen. Wer aber seine Facebook-Posts nicht mit Geld boostet, muss sich (wie ich) damit abfinden, eben nur einen Bruchteil seiner Follower zu erreichen. Matthew Inman‏ aka The Oatmeal hat diese ungleiche Beziehung neulich in seinem Strip Reaching people on the internet treffend auf den Punkt gebracht – und Facebook hat ihn umgehend bestätigt

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft (Radio-Feature)

afrofuturism

Interessanter, halbstündiger Beitrag bei Deutschland Radio Kultur über Afrofuturismus. Gerade gehört und sofort ein paar Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Die Diskriminierung von Afro-Amerikanern ließ eine popkulturelle Strömung entstehen, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhielt: der Afrofuturismus. In Musik, Literatur und Comics entwickeln hier Künstler utopische Welten […]

Die Chicagoer Publizistin Ytasha Womack ist einer der Logbuch-Schreiberinnen des zeitreisenden Afrofuturisten. Sie hat in ihrem Buch „Afrofuturism – The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ im Jahr 2013 die Welt der Afrofuturisten beschrieben. Es ist ein Sammelbegriff, der fiktionale, spekulative Literatur umfasst, Geschichten aus der Zukunft, von Weltraumreisen und Superhelden, futuristische Musik und Mode, Filme und Spiele. Alles aber immer mit einem schwarzen Blick und afrikanischen Bezügen.

Als Womack ihr Buch veröffentlichte, da war das Wort schon rund 20 Jahre alt. Der Literaturkritiker Mark Dery erfand ihn mangels eines anderen Genre-Begriffes in den 90ern, als er in einem Essay die Frage stellte, warum es eigentlich so wenig afro-amerikanische und auch afrikanische Autoren gibt, die selbst Science-Fiction schreiben – ihre Geschichte würde sich doch selbst wie eine lesen:

„Das ist gerade so verblüffend, weil die Afro-Amerikaner wortwörtlich Nachfahren von einer Alien-Entführung sind. Sie leben in einem Sci-Fi-Albtraum, in der ein unsichtbares, aber undurchdringliches Kraftfeld aus Intoleranz ihre Bewegungen einschränkt.“

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft [MP3 | 28.8MB]

(Grafik aus: „Afrofuturism: The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ von Ytasha Womack | via Swen)

Wo die „Comic Book Font“ herkommt

comic-book-fontInteressantes Feature über den Ursprung dieser typischen Schrift, die in Comics verwendet wird und über Missverständnisse rund um diese Comic Book Font: „So…why does all the writing in comic books look like that? Vox’s Phil Edwards looked into it and found an aesthetic shaped by comics culture, technology, and really cheap paper…“


Direktlink: Where the „comic book font“ came from (via Coudal)

Want to learn more about comics lettering? You can’t beat the writing of legendary letterer Todd Klein:
http://kleinletters.com/

Wider Gentrifizierung: Wimmelbild „Recht auf Stadt“

Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_640

Markus Wende, Trickfilmzeichner aus Berlin, hat ein riesiges Wimmelbild zum Thema „Gentrifizierung“ bzw. „Recht auf Stadt“ gezeichnet. Wer eine Stadtrundfahrt machen möchte, findet hier eine größere Ansicht. Entstanden ist das Wimmebild „nach thematischer Inspiration des Tübinger Aktionsgeschichten Sammlers Marc Amann“, mehr Infos und das gesamte Bild zum Scrollen und Zoomen gibt es hier.

Das Wimmelbild „Recht auf Stadt“ zeigt comic dokumentarisch Initiativen und Aktionen von Menschen, die ihr Lebensumfeld „Stadt“ aktiv gestalten. Sie wehren sich gegen Verdrängung und Zerstörung und verfolgen dabei kooperative und solidarische Ansätze, die sie der kapitalistischen Verwertungslogik entgegensetzen. Die dargestellten Szenen sind real fiktiv, viele haben so oder so ähnlich stattgefunden, einige der über 2000 Figuren sind realexistierenden Personen (und Tieren) nachempfunden.
Seit Anfang Juli 2016 wird das Wimmelbild „Recht auf Stadt“ als A1 plus Plakat kostenlos verteilt.
Die Erstellung des Bildes sowie der Plakatdruck beim Hinkelstein Kollektiv Berlin wurden finanziert von den AnStiftern in Stuttgart, dem Jugendbildungsnetzwerk der Rosa Luxemburg Stiftung, dem Netzwerk Selbsthilfe Berlin sowie weiteren Unterstützer*innen.
Das Plakat liegt bundesweit in verschiedenen alternativen Buch und Infoläden, offenen Werkstätten, auf Aktionscamps, bei Vernetzungstreffen und Konferenzen kostenlos zum Mitnehmen aus.

Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_1
Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_2
Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_3
Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_4
Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_5
Wimmelbild-Recht-auf-Stadt_6

(via Fernsehersatz)

MRA Dilbert – Aussagen von Scott Adam mit seinen eigenen Comicstrips remixt

Eigentlich hatte ich keine Lust mehr auf Dilbert, nachdem sich Scott Adam neulich mit seinem Blogpost „Men’s Rights“ als reaktionärer Depp geoutet hat. Aber für den Tumblr MRA Dilbert, der Scotts Worte mit seinem Comicstrips remixt, mache ich gerne eine Ausnahme.

MRA Dilbert-4

MRA Dilbert-2

MRA Dilbert-3

MRA Dilbert-1

(via @Autofocus)