Danger Zone Hamburg – Radio-Feature über die Esso-Häuser in St. Pauli und deren ehemalige Bewohner

Essohaeuser-2013-09-08
Foto: Emma7stern (CC BY-SA 3.0)

Im WDR-Hörspielspeicher gibts ein Feature über die mittlerweile abgerissenen Esso-Häuser in Hamburg St. Pauli und deren ehemaligen Bewohner – ein Menschenschlag, der den Kiez lange Jahre geprägt hat und nun im Zuge der Gentrifizierung aus dem Viertel gedrängt wird: „Danger Zone Hamburg“ (Download | 61 MB).

Dezember 2013: Was ist da los in St. Pauli? Polizei-Sirenen heulen, Banner mit der Aufschrift „Welcome to Danger City“ flattern im Wind. Und ausgerechnet eine Klobürste wird Symbol des Widerstands und zivilen Ungehorsams. Buch und Regie: Charlotte Knothe

AfD stellt Strafanzeige gegen Kampnagel-Intendantin wegen Unterbringung von Lampedusa-Refugees

Wir erinnern uns: Im Sommer hat die Künstlergruppe Baltic Raw auf dem Gelände der Kulturfabrik Kampnagel die Rote Flora nachgebaut. Der Öko-Bau wurde anschließend zum Winterquartier für einen Teil der Lampedusa-Gruppe ausgebaut. Dort sind jetzt sechs Refugees eingezogen, woraufhin sich der hiesige Vorstand der Alternative für Deppen seine zwei, drei Gehirnzellen zerbrochen hat, wie sich das für den Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl in Hamburg möglichst ekelhaft instrumentalisieren lässt: Herausgekommen ist eine Strafanzeige gegen die Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard wegen „Verdachts der Beihilfe zu Ausländerstraftaten sowie des Verdachts der Untreue“.

Der Hamburger AfD-Landesvorstand hat am Freitag bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen die Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard wegen des „Verdachts der Beihilfe zu Ausländerstraftaten sowie des Verdachts der Untreue“ gestellt. Deuflhard beherberge in einem „sogenannten Kunstwerk“ sechs Lampedusa-Flüchtlinge, heißt es auf der Internetseite der AfD-Politikerin Karina Weber, die für die Rechtspopulisten im Wahlkreis Blankenese und auf der Landesliste bei der Bürgerschaftswahl im Februar antritt. Die Flüchtlinge seien nach wie vor nicht bereit, den Behörden ihre Personalien anzugeben und würden sich illegal in Hamburg aufhalten. Die Intendantin leiste durch die Unterbringung Beihilfe zu einer Straftat…

Hier noch ein Beitrag vom NDR, der die sechs Bewohner und Intendantin Amelie Deuflhard besucht hat:

(via Blogbuzzter)

HVV-Kneipen-Fahrplan: U-Bar-Netz Hamburg

U-Bar-Netz
(Für größere Ansicht auf das Bild klicken)

Nach dem Erfolg der U-Bahn Bar Map für Berlin von Thrillist ist Mit Vergnügen Hamburg auf den Zug aufgesprungen und hat sich an einer Umsetzung für Hamburg versucht. Ich bin nicht die größte Barfly, aber soweit ich beurteilen kann, sind durchaus ein paar brauchbare Kneipen dabei.

(via Geschnackvoll)

Ein bunter Sarg für OZ und eine Petition zum Erhalt seiner Kunst

Foto: OZM Art Space Gallery (via Blogrebellen)

Die Spenden-Aktion der Kiezhelden für OZ war erfolgreich, ein dadurch finanzierter und von Künstlern besprühter Sarg steht gerade in der OZM Art Space Gallery in einem von OZ gestalteten Raum. Die Trauerfeier für die Graffiti-Legende findet am Freitag, den 17.10. ab 12.30 Uhr beim Ohlsdorf Friedhof im Bestattungsforum (Fritz-Schumacher-Halle) statt.

Des Weiteren läuft noch eine Petition, die Kunstwerke von OZ zu bewahren. Ich persönlich bin da etwas zwiegespalten, möchte aber an dieser Stelle darauf hingewiesen haben.

Spenden-Aktion für die Beerdigung von OZ

oz-crowdfunding

Um eine Trauerfeier und ein Grab für den kürzlich verstorbenen OZ zu finanzieren, läuft noch bis Ende Oktober ein Spenden-Projekt bei in den Kiezhelden. Über die Hälfte ist bereits geschafft und wenn es am Ende ein bisschen mehr als die anvisierten 8000€ werden, ist das auch nicht verkehrt.

Am Donnerstagabend des 25. September 2014 ist der Hamburger Künstler Walter Josef Fischer, bekannt unter seinem Künstlernamen OZ, im Alter von 64 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.
Unser Anliegen ist es, OZ eine würdevolle Trauerfeier und Bestattung zu ermöglichen. Da OZ keine direkten Angehörigen hinterlässt und ohne Vermögen war, wollen wir die Trauerfeier und ein Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof durch Spenden realisieren.
Die Spenden werden für die Trauerfeier, die Beisetzung, den Erwerb einer Grabstelle, einen Grabstein und die anfallenden Gebühren eingesetzt. Die Spendengelder werden treuhänderisch durch OZ langjährigen Vertrauensanwalt und Bevollmächtigten Rechtsanwalt Andreas Beuth verwaltet. Sollten die Spenden den Bedarf von insgesamt ca. 8000 € übersteigen, werden diese Gelder für die Betreuung und Sicherung des künstlerischen Nachlasses von OZ durch die Anwaltskanzlei Beuth verwendet.
Die Trauerfeier findet statt am Freitag, 17.10.2014, Friedhof Ohlsdorf, Bestattungsforum, Fritz-Schumacher-Halle um 12:30 Uhr.
Die Beisetzung findet im Anschluss an die Trauerfeier statt.

Schwarze Trauerkleidung wäre vermutlich nicht im Sinne von OZ gewesen.

Betrunkene auf der Reeperbahn in den frühen 1960ern


YouTube: Drunken Germans (via urbanshit)

Das Grauen nach dem Wochenende bzw. das perfekte Montags-Posting: Ausschnitt aus der italienischen Pseudo-Doku „Mondo Cane“ mit Betrunkenen auf der Hamburger Reeperbahn, gefilmt in den frühen 1960ern im Stadtteil St. Pauli. Schön auch die Inhaltsangabe in der Wikipedia:

Gezeigt werden unzusammenhängende Szenen aus aller Welt, die den Zuschauer schockieren, aber auch unterhalten sollen. Bei vielen Szenen geht es um den brutalen Umgang mit Tieren, Schlachtungen und Rituale. Es werden aber auch Bilder mit befremdlichen menschlichen Bräuchen gezeigt, beispielsweise stark alkoholisierte Besucher der Hamburger Reeperbahn.

Things on Bikelanes – Der ganz normale Wahnsinn auf Hamburgs Radwegen

things-on-bikelanes

Von sämtlichen Städten, in denen ich jemals Rad gefahren bin (es sind einige…) liegt Hamburg in punkto miese Radwege ziemlich weit vorn. Als ob das nicht genug wäre, kommt es nicht selten vor, dass sich unvermittelt Hindernisse auftun können. Diese Dinge sammelt und dokumentiert jetzt jemand im Tumblelog things on bikelanes. (via urbanshit)

ecoFavela Lampedusa-Nord – Ein Winterquartier für Lampedusa-Refugees crowdfunden

ecoFavela-Lampedusa-Nord
Die Künstlergruppe Baltic Raw baut fürs Internationale Sommerfestival der Kulturfabrik Kampnagel gerade die Rote Flora nach. Anschließend soll der Öko-Bau zum Winterquartier für einen Teil der Lampedusa-Refugees ausgebaut werden – sofern die dafür erforderlichen 10.000€ per Crowdfunding über Startnext zusammenkommen.

Die Lampedusa-Gruppe ist seit mittlerweile anderthalb Jahren in Hamburg. Die mediale Aufmerksamkeit ist nach einigen Wochen schnell verpufft. Den Flüchtlingen geht es keinen Deut besser. Politische Entscheidungen verzögern sich, die Flüchtlinge werden dadurch dem Zugzwang der Straße ausgeliefert.

Wir wollen mit unserem Projekt auf den dringlichen Handlungsbedarf hinweisen! Mit einem ästhetisch, umwelttechnologisch ungewöhnlichen Bau und sozialen Aktionen in der Laufzeit im Winter wollen wir, ein Kulturereignis initiieren, das die Aufmerksamkeit wieder auf das Ausbleiben der Lösung – etwa ein Bleiberecht nach §23 des Ausländergesetzes – lenkt.

Durch Eure Unterstützung des Projektes „ecoFavela Lampedusa-Nord“ werdet Ihr unsere Welt ein kleines Stück menschlicher gestalten. Seid dabei!

Unser Projekt soll jedoch nicht ein reines Winter-Notprogramm werden, sondern wir möchten Flüchtlinge als vollwertige Mitglieder in unser tägliches Gesellschaftsgeschehen einbinden. Denn was braucht die Gesellschaft, wenn nicht Menschen, die mit allen Kräften eine unabhängige Existenz anstreben?

Sturmflut ist, was Du draus machst

sturmflut_minatur-wunderland

Entgegen mancher Befürchtungen und der durchgedrehten „Berichterstattung“ der üblichen Verdächtigen, scheint das Sturmflut-Dingsi bei uns in Hamburg doch recht glimpflich ausgegangen zu sein. Und während ich noch im Bett lag und Xaver beim Bäume biegen zugehört hab, hatten diese beiden Herren vom Miniatur-Wunderland in der Speicherstadt draußen ihren Spaß.

(Foto von deren Facebook-Seite & Überschrift aus dem Tweet von @RaphaelBrinkert)