Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft (Radio-Feature)

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Interessanter, halbstündiger Beitrag bei Deutschland Radio Kultur über Afrofuturismus. Gerade gehört und sofort ein paar Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Die Diskriminierung von Afro-Amerikanern ließ eine popkulturelle Strömung entstehen, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhielt: der Afrofuturismus. In Musik, Literatur und Comics entwickeln hier Künstler utopische Welten […]

Die Chicagoer Publizistin Ytasha Womack ist einer der Logbuch-Schreiberinnen des zeitreisenden Afrofuturisten. Sie hat in ihrem Buch „Afrofuturism – The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ im Jahr 2013 die Welt der Afrofuturisten beschrieben. Es ist ein Sammelbegriff, der fiktionale, spekulative Literatur umfasst, Geschichten aus der Zukunft, von Weltraumreisen und Superhelden, futuristische Musik und Mode, Filme und Spiele. Alles aber immer mit einem schwarzen Blick und afrikanischen Bezügen.

Als Womack ihr Buch veröffentlichte, da war das Wort schon rund 20 Jahre alt. Der Literaturkritiker Mark Dery erfand ihn mangels eines anderen Genre-Begriffes in den 90ern, als er in einem Essay die Frage stellte, warum es eigentlich so wenig afro-amerikanische und auch afrikanische Autoren gibt, die selbst Science-Fiction schreiben – ihre Geschichte würde sich doch selbst wie eine lesen:

„Das ist gerade so verblüffend, weil die Afro-Amerikaner wortwörtlich Nachfahren von einer Alien-Entführung sind. Sie leben in einem Sci-Fi-Albtraum, in der ein unsichtbares, aber undurchdringliches Kraftfeld aus Intoleranz ihre Bewegungen einschränkt.“

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft [MP3 | 28.8MB]

(Grafik aus: „Afrofuturism: The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ von Ytasha Womack | via Swen)

Spenden für die Mobile Klinik Syrien: Audiolith bietet kompletten Katalog mit über 1600 Songs als Download für 25€ an

audiolith

Tolle Aktion meines Hamburger Lieblings-Label Audiolith Records, die Geld für die Mobile Klinik Syrien sammeln und deshalb noch bis zum vierten Dezember alle 250 Veröffentlichungen des Labels als Download (ca. 20 Gigabyte, über 1.600 Songs) für 25 Euro anbieten. Darunter Alben von Bands wie Feine Sahne Fischfilet, Egotronic, Neonschwarz und Frittenbude, um nur mal ein paar zu nennen. Mehr zur Aktion erklärt Lars Lewerenz in folgendem Facebook-Video:

(via Testspiel)

Der Kommissar – Ein Lied für Günther Oettinger

lied-fuer-oettingerExtra3 haben für Horror-Clown Oettinger, der nach seiner Rede halbgar Schadensbegrenzung betreibt, einen Falco-Klassiker remixt.
„Vom EU-Kommissar für Energie über Digitalwirtschaft zu Finanzplanung und Haushalt. Manche Politikerkarriere ist nicht zu erklären. Günther Oettingers gehört dazu. Wir versuchen es trotzdem.“


Direktlink: Der Kommissar – Ein Lied für Günther Oettinger

Pussy Riot – Straight Outta Vagina

pussyriot-straightouttavaginaNeuer Song von Pussy Riot bzw. Nadya Tolokonnikova (hier im Interview beim Guardian). Aus der Videobeschreibung:
„And the owner of vaginas is not some narcissistic stupid orange ape who’d claim that he could easily grab women by their pussies. The owner of vagina is a woman. Who wears her vag as a badge of honour. Pussy is the new dick, ladies.“


Direktlink: Pussy Riot – Straight Outta Vagina (feat. Desi Mo & Leikeli47) (via Testspiel)