„We Call It Techno!“ Doku über Entstehung der Techno-Szene in Deutschland von 1988 bis 1993 (frei auf Vimeo)

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In „We Call It Techno!“ aus dem Jahr 2008 rekonstrurieren Maren Sextro und Holger Wick mit Interviews und altem Film- und Fotomaterial die Entstehung der Techno-Szene in Deutschland von 1988 bis 1993 und zeigen Techno als erste Popkultur, die maßgeblich in Deutschland entstanden ist.

Inspiriert durch neue Klänge, neue Technologien und die politischen Ereignisse der Zeit entsteht Anfang der 90er Jahre in Deutschland eine Szene, die euphorisch den Beginn einer neuen Zeit feiert. In Berlin, Frankfurt und auch in vielen anderen Städten Deutschlands basteln die Aktivisten an einer neuen Musik- und Clubkultur rund um die Koordinaten Techno und House.

Auf der Berliner Loveparade 1991 treffen die lokalen Szenen erstmals aufeinander. Der Trend gerät zur Bewegung. Ein deutscher Summer of Love, der schlagartig Lebensläufe ändert und Karrieren loskickt. Das „Prinzip Techno“ steht für Experimentieren, Grenzüberschreitung und Selbermachen. Aus Fans werden DJs oder Party-Veranstalter. Labels werden gegründet, Plattenläden eröffnet. Die Szene wächst. Eine eigene Welt entsteht. Netzwerke abseits der etablierten Strukturen werden gespannt. Für einen Moment lang scheint alles möglich…

WE CALL IT TECHNO! erzählt von der heftigen Entstehungsphase der ersten Popkultur, die maßgeblich in Deutschland entstanden ist. Mit exklusiven Interviews und umfangreichem, weitgehend unveröffentlichtem Film- und Fotomaterial aus den Jahren 1988-1994!

Inkl. Kommentaren von Ata, Cosmic Baby, Mijk van Dijk, Elsa for Toys, Hell, Mike Ink., Jürgen Laarmann, Mark Reeder, Tanith, Triple R, Upstart, Sven Väth, Wolle XDP und vielen anderen.

(via Tanith)

German Funk Fieber Vol. 2 – Infectious Rare Grooves & Krauty Schlager Wonders (1969​-​1978)

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Hier eine extra große Portion Krautsalat aus den 70ern für einen funky Sonntag: Auf German Funk Fieber Vol. 2 – Infectious Rare Grooves & Krauty Schlager Wonders (1969-1978) treffen u.a. Joy Fleming, Manfred Krug, Kati Kovács und das Jochen Bauer Sextett auf den Big Band Funk von James Last, Les Humphries oder Fredy Brock.

(via Soulguru & Blogrebellen)

Glorious MIDI Einhorn

Einhörner sind Selbstläufer. So ziemlich alles, was auch nur entfernt mit unseren beeinhornten Freunden zu tun hat, wird wie irre geteilt, gebloggt und geklickt. Sogar wenn Ritter Sport drin steckt. Also kein Wunder, dass die Leute gerade wegen der MIDI-Einhorn-Art von YouTuber Andrew Huang ein bisschen ausflippen. Allerdings zurecht: Wer hier, wie ich, eine Kackophonie im Einhorn-Gewand erwartet, wird überrascht sein. Wie das Ganze funktioniert, erklärt Huang in diesem Tutorial.

(via Creators)

Die Tweets von Donald Trump als Emo-Song

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Macht den ganzen Trump-Wahnsinn nicht besser, aber zumindest für 2:41 Minuten lustiger:

We noticed that @realdonaldtrump’s tweets are basically the lyrics to an early 2000s emo song, so we turned them into one.


(via Malcolm)

Das beste Springsteen-Selfie auf allen Metaebenen

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Letzte Woche hat Jessica Bloomm auf einem Springsteen-Konzert das perfekte Boss-Selfie geschossen, was für sich allein schon großartig gewesen wäre. Doch dann gibt es da noch einen Reddit-User, der zufällig zur gleichen Zeit aus anderer Perspektive den Auslöser gedrückt hat. Erste Metaebene quasi:

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Damit nicht genug: Dazu kommt, gleicher Moment, noch ein weiteres Foto von den Rängen. Meta hochzwei:

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(Für größere Ansicht auf die Fotos klicken | via NC)

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft (Radio-Feature)

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Interessanter, halbstündiger Beitrag bei Deutschland Radio Kultur über Afrofuturismus. Gerade gehört und sofort ein paar Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Die Diskriminierung von Afro-Amerikanern ließ eine popkulturelle Strömung entstehen, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhielt: der Afrofuturismus. In Musik, Literatur und Comics entwickeln hier Künstler utopische Welten […]

Die Chicagoer Publizistin Ytasha Womack ist einer der Logbuch-Schreiberinnen des zeitreisenden Afrofuturisten. Sie hat in ihrem Buch „Afrofuturism – The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ im Jahr 2013 die Welt der Afrofuturisten beschrieben. Es ist ein Sammelbegriff, der fiktionale, spekulative Literatur umfasst, Geschichten aus der Zukunft, von Weltraumreisen und Superhelden, futuristische Musik und Mode, Filme und Spiele. Alles aber immer mit einem schwarzen Blick und afrikanischen Bezügen.

Als Womack ihr Buch veröffentlichte, da war das Wort schon rund 20 Jahre alt. Der Literaturkritiker Mark Dery erfand ihn mangels eines anderen Genre-Begriffes in den 90ern, als er in einem Essay die Frage stellte, warum es eigentlich so wenig afro-amerikanische und auch afrikanische Autoren gibt, die selbst Science-Fiction schreiben – ihre Geschichte würde sich doch selbst wie eine lesen:

„Das ist gerade so verblüffend, weil die Afro-Amerikaner wortwörtlich Nachfahren von einer Alien-Entführung sind. Sie leben in einem Sci-Fi-Albtraum, in der ein unsichtbares, aber undurchdringliches Kraftfeld aus Intoleranz ihre Bewegungen einschränkt.“

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft [MP3 | 28.8MB]

(Grafik aus: „Afrofuturism: The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ von Ytasha Womack | via Swen)