Über die Wahrscheinlichkeit in der EU durch einen Terroranschlag zu sterben

Ohne das Leid von Opfern und deren Angehörigen zu relativieren: Mediale und politische Panikmache (und daraus resultierende Einschränkung von Grundrechten…) vs. reale Bedrohung. Oder anders ausgedrückt:

Zwei Schlagzeilen zur versuchten Abschiebung in Nürnberg


Ihr habt es mitbekommen: Am Mittwoch wurde in Nürnberg ein 20-jähriger Afghane von der Polizei aus dem Klassenzimmer einer Berufsschule geholt, weil er abgeschoben werden sollte. Nachdem seine Mitschüler*innen Widerstand leisteten und Sitzblockaden bildeten, setzte die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Wie die lokale Presse am nächsten Tag titelten, seht ihr oben im Foto. Vielleicht sollten wir der BILD-Redaktion einen Sommerurlaub in Afghanistan crowdfunden. Die haben dort bombiges Wetter und total sicher ist es ja auch.

P.S. Inzwischen hat ein Gericht entschieden, dass der Mann nicht in Abschiebehaft muss.

(Foto: Kevin Crafts | via BILDblog)

Angela Merkel besucht Donald Trump – Ein paar Highlights

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Im zweiten Anlauf hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nun doch US-Präsident Donald Trump getroffen. Was bei dem Treffen inhaltlich besprochen wurde? Ich weiß es nicht, aber Meme-technisch war es sehr ergiebig. Hier ein paar Favs aus meiner Twitter-Timeline:

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Die Sache mit dem Handshake…

… oder auch Merkel Your Enthusiasm:

Reaktion von Merkel auf Trumps Abhör-Bullshit (hier auch als GIF):

Frage einer deutschen DPA-Journalistin, man beachte die Reaktion ihrer amerikanischen Kollegen…

Zu guter Letzt:

(Quellen: Bild 1 | Bild 2 | Bild 3Bild 4 | Bild 5)

Nazis trollen für Fortgeschrittene: Rechtsradikale Partei verschickt „Ausreise-Gutscheine“, Stadtrat klagt auf Reisekosten

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Die rechtsradikale Klappspatenpartei „Der dritte Weg“ hat Postkarten (Zitat: „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“) an politisch Linke verschickt. Darauf konnte angekreuzt werden, ob man per Schiff, Flugzeug oder über die Balkanroute nach Afrika ausreisen möchte. Daraufhin hat der Olper Stadtrat Kai Bitzer die „Gutschein-Karte“ einfach wörtlich genommen, die Option „Schiffsreise“ angekreuzt, die Karte zurückgeschickt und jetzt auf Reisekosten geklagt:

Es geht um eine Reise nach Afrika im Wert von 2.200 Euro. Eine Antwort bekam der Olper aber nicht: „Ich habe noch einmal schriftlich darum gebeten, mir die Reise zukommen zu lassen. Nachdem auch darauf keine Reaktion kam, habe ich die Klage eingereicht.“ 

Die Chance, das Geld tatsächlich zu bekommen, schätzt der Wilnsdorfer Rechtsanwalt Matthias Linpinsel zunächst gering ein. „Das Problem besteht darin, dass hier kein Unternehmen sondern eine Partei auf der Gegenseite steht.“ Da es aber noch kein Urteil in einer vergleichbaren Sache gibt, sei die Klage einen Versuch wert. Sollte Kai Bitzer vor Gericht doch gewinnen, könnte das teuer werden für den Dritten Weg. Denn dann hätten potentiell alle Empfänger der Postkarte in Deutschland einen Anspruch auf ihre Reise.

(via Ronny)