„Notstand im Erstaufnahmelager“ – NDR-Reporterin war undercover in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft

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NDR Reporterin Alena Jabarine hat sich als Flüchtling ausgegeben und ein paar Tage in der Zentralen Erstaufnahmestelle in Hamburg-Harburg verbracht. Zum Video gehts hier (lässt sich leider nicht einbetten), ihren Erlebnisbericht hat sie dort aufgeschrieben.

Mit Jubel wurden Flüchtlinge in den vergangenen Tagen vielerorts empfangen. Aber wie geht es dann für sie weiter? Wie verlaufen die ersten Stunden, wie fühlen sich die Menschen am ersten Morgen in ihrer vorerst neuen Heimat? Fragen, die sich kaum beantworten lassen, wenn Journalisten mit Voranmeldung und oftmals mit Begleitung in Flüchtlingsunterkünfte gehen. NDR Reporterin Alena Jabarine hat sich deshalb selbst als Flüchtling ausgegeben. Sie lebte mehrere Tage in der Zentralen Erstaufnahmestelle in Hamburg-Harburg. Ihr Eindruck: Die Menschen werden in der Erstaufnahme allein gelassen. Das Fehlen von Informationen lässt sie verzweifeln, sie sind unnötig gestresst. Dazu sorgt die Planlosigkeit der Zuständigen für zusätzliches Chaos.

Zynismus pur oder wenn in Budapest eine Lok mit der Aufschrift „Paneuropäisches Picknick. Europa ohne Grenzen seit 25 Jahren.“ aufs Gleis fährt

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Screenshot (Quelle: @martinkaul)

In Budapest wurde der Ostbahnhof (mal) wieder geöffnet, aber momentan verkehren nur inländische Züge. Trotzdem drängen Refugees zu den Gleisen. Eine Bahn fährt ein und auf der Lok steht: „Paneuropäisches Picknick. Europa ohne Grenzen seit 25 Jahren.“ Wer hätte gedacht, dass noch mehr Zynismus möglich ist.

S-Bahn in Dresden mit Willkommensgruß auf Arabisch

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Artikel aus der SZ – Klicken für größere Ansicht

Wozu so ein Online-Arabisch-Wörterbuch auch nützlich ist. Schöne Aktion in Dresden:

Aktuell fährt in Dresden auf S-Bahn ein schöner Willkommensgruß an die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern. Auf einer S-Bahn der Elbtallinie, der Linie 1, die Meißen und Dresden mit Bad Schandau und Pirna verbindet, steht geschrieben: „احلاً و سهلاً“ (ahlan wa sahlan), also „Herzlich Willkommen“. Fremdschämen für Heidenau mal anders, tolle Geste!

(via I<3Graffiti & Ronny)

Welche Wörter in Langenscheidts Online-Arabisch-Wörterbuch am häufigsten gesucht wurden

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Grafik: Langenscheidt (Facebook-Seite)

Nachdem vor einer Woche der Langenscheidt Verlag sein Online-Arabisch-Wörterbuch kostenlos zur Verfügung gestellt hat, hier eine Liste mit den 25 Wörtern, die seitdem am häufigsten gesucht wurden. Wegen Nummer 23: „Aal“ ist der allererste Eintrag und viele wollten wohl erst mal testen.

„Stell Dich wie ne Mauer vor das Flüchtlingsheim“ – Dies Irae & Neonschwarz gegen Fremdenfeindlichkeit

Dies-IraeNach ihrem Adbusting in Freital die nächste Aktion der Künstlergruppe Dies Irae gegen Fremdenfeindlichkeit. Diesmal haben sie ein Plakat mit einem Zitat aus dem Song „2014“ der Band Neonschwarz in einer Shoppingmeile in Dresden aufgehängt:

„Baut die Mauer wieder auf! Lasst uns eine „humane Mauer“ um Flüchtlingsunterkünfte bilden, weil sie immer wieder Zielscheibe rechtsradikaler Angriffe werden. Das Plakat hängt auf einer Shopping-Meile zwischen Starbucks, Deutscher Bank und Primark und darf als Störfaktor und Aufruf interpretiert werden.“

Bonus: Dazu thematisch passend noch ein Hinweis auf das Sprachlog und die „kurze Geschichte eines Unworts: Asylkritiker“.
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Direktlink: Neonschwarz – 2014 (via urban shit)

„workeer“ – Jobbörse für Refugees in Deutschland

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Philipp Kühn und David Jacob haben eine Jobbörse für Refugees auf die Beine gestellt. Eine sehr gute, unterstützenswerte Sache:

workeer ist die erste Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse Deutschlands, die sich speziell an Flüchtlinge richtet. Mit der Plattform soll ein geeignetes Umfeld geschaffen werden, in dem diese besondere Gruppe von Arbeitssuchenden auf ihnen gegenüber positiv eingestellte Arbeitgeber trifft.

Die Jobbörse ist als Abschlussprojekt im Rahmen unseres BA Kommunikationsdesignstudiums an der HTW Berlin im Sommer 2015 entstanden. Wir planen die Weiterführung und -entwicklung über unseren Abschluss hinaus fortzuführen. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen oder andere Fragen haben, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

(via @_philippkuehn)

Refugees Welcome Adbusting in Freital

Freital-Adbusting-1 Freital-Adbusting

Ein Teil der Adbustinggruppe „Dies Irae“ hat einen Ausflug nach Freital gemacht und dort insgesamt 21 Werbeplakate durch verschiedene Motive gegen Rechts ersetzt. Mehr Fotos von der Aktion gibts auf der Facebookseite von Dies Irae.

FREITAL startet den Tag mit 21 hübschen Plakaten. Bisher meine größte Intervention in einer verhältnismäßig kleinen Stadt, in der ein kleiner brauner pöbelnder Mob so viel unangenehme Aufmerksamkeit herbeiführte. Nun prangen auf der Hauptverkehrsstraße zwischen S Hainsberg und S Potschappel zehn unterschiedliche Motive gegen Rechts. Das Problem heißt immer noch Rassismus.

(via urbanshit)

Gut leben in Deutschland: Wenn dir die Bundeskanzlerin vor der Abschiebung kurz die Backe streichelt

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Direktlink: #merkelstreichelt (via meiner Twitter-Timeline & Daniel)

Wenn dir die Bundeskanzlerin vor der Abschiebung kurz die Backe streichelt. Die zwölfjährige Reem erfährt im Rahmen des „Bürgerdialogs zur Lebensqualität“ aus erster Hand, was „Gut leben in Deutschland“ für sie bedeutet: Einmal streicheln und ein beschleunigtes Abschiebeverfahren. Wer jetzt Lust bekommen hat, auch in einen Dialog zu treten, sei #merkelstreichelt empfohlen.

Update: Wie die Presse-Fuzzis von Merkel versuchen, der Geschichte ihren Spin zu geben.