About Pogo: Interview mit Remixer Nick Bertke aka Pogo


YouTube: About Pogo (via Waxy)

Wenn ihr mich fragt, das Interessanteste was Pogo seit langem produziert hat. Statt mal wieder den gefühlt immer gleichen Track mit anderen Samples zu variieren, gibt hier der wohl bekannteste Filmschnipsel-Remixer einen kleinen Einblick in sein Schaffen und erzählt was ihn so um- und antreibt. Und obwohl mir sein Stil auf Dauer etwas zu eindimensional ist, muss ich zugeben, dass mir speziell seine Disney-Remixes noch immer gute Laune machen.

Recht auf Remix

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Ich muss den Blödsinn hier mal kurz für etwas Wichtiges unterbrechen: Die Digitale Gesellschaft e.V. hat letzte Woche eine Kampagne für ein Recht auf Remix gestartet, verbunden mit einer Petition, die ich gleich mal unterzeichnen werde. Denn dass das Urheberrecht in seiner jetzigen Form von vorvorgestern und kulturfeindlich ist, steht nicht nur für mich außer Frage. Ziel ist es, auch hierzulande eine Fair Use-Regelung zu bekommen. Auszug aus dem Manifest:

Wir leben in einem Zeitalter des Remix. Kreativität und Kultur bauten schon immer auf bereits Bestehendem auf. Internet und digitale Technologien ermöglichen aber die kreative Nutzung existierender Werke in völlig neuen Dimensionen: Nie zuvor war es so vielen möglich, Werke auf so unterschiedliche Arten zu verändern und so einfach anderen zugänglich zu machen. Mehr denn je gilt heute: „Everything is a Remix.“

In der klassischen Neuschöpfung tritt das Alte bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund. Remix als Kulturform zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Altes im Neuen kenntlich bleibt. Remix ist eine kreative Kopie, die als solche erkennbar ist. In dem Maße, in dem die kreative Kopie Teil des kommunikativen Alltags breiter Bevölkerungsschichten wird, ist ein Recht auf Remix eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit einer Gesellschaft. Unter einem Recht auf Remix verstehen wir ein Bündel aus drei digitalen Kreativitätsrechten:

Das Recht, Werke bei der Nutzung zu verändern und das Ergebnis öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Transformationsnutzungsrecht — Beispiel: Hintergrundmusik im Handyvideo).
Das Recht, Remixes von bestehenden Werken zu erstellen und diese öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Remixrecht – Beispiel: Fake-Trailer einer Fernsehserie).
Das Recht, gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung Remixes auch kommerziell zu verwerten. (Lizenzpflichtiges Remixverwertungsrecht – Beispiel: Verkauf von Musik-Mashup via iTunes)
Remix und Remixkultur müssen als zentrale Ausdrucksform einer digitalen Gesellschaft anerkannt werden. Ein Recht auf Remix erfordert jedoch auch Änderungen des Urheberrechts in Deutschland und auf europäischer Ebene.

Skrillex‘ Bangarang im Old School Computer Remix


YouTube: Skrillex – Bangarang – Old School Computer Remix

Kommt für meinen Geschmack nicht ganz an die Retro-Tech-Versionen von House of the Rising Sun, The B-52’s oder Bohemian Rhapsody ran. Liegt aber vielleicht einfach daran, dass mich der Dubstep von Skrillex kalt lässt, wenn er nicht gerade von alter Hardware gecovert wird: DECTalk (Vocals), HP Scanjet 3C  (Lead), Yamaha CX-5 Computer (Guitar), Floppy & CDROM (Kead Bass Solo), Modified Toy Laser Guns, Robot Bass, Snare und Cymbal.

For all the haters out there the audio in this video is 100% in sync with the original song. If you don’t believe me then test it out for yourself. Vocals were performed with the DECTalk Express. The same speech synthesizer used by Stephen Hawking back in the eighties. The main vocals are the Betty and Rita presets overlapped. Kit and Dan vocal presets were also used. Back in 2009 I used an 8 inch floppy drive in my Bohemian Rhapsody video but this time I wanted to update it with Sammy1am’s Arduino version. I find 3.5 inch floppy drives only sound good when playing short duraton notes with a fast tempo.

Blackout-Poems von Dirk Bathen

blackoutDirk Bathen hat mir ein Exemplar seiner Blackout-Poems zukommen lassen, die gerade im Gudberg-Verlag erschienen sind. In dem kleinen Buch im handlichen A6-Format tummeln sich 80 Gedichte, die er im Stil von Austin Kleon aus Zeitungsartikeln rausgestrichen hat. Einige zum Schmunzeln, andere zum Nachdenken, manche einfach schlau beobachtet: die Bandbreite ist groß und ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen (nächsten Tag noch mal) – was ich sonst bei Poesie nicht unbedingt mache.

Dirk schreibt, dass sich seine Blackout-Poems prima als Geschenkbuch eignen. Sehe ich auch so und verlose deshalb mein Exemplar unter euch. Bei Interesse einfach einen Kommentar oder mir eine Mail schreiben. Am 15.3. entscheidet random.org, wer das Büchlein bekommt.

Was macht man mit der Zeitung von gestern? Entsorgen. So landen Millionen Wörter im Altpapier, weil sie nutzlos geworden sind und nicht mehr gebraucht werden. Die andere Möglichkeit: Man gibt ihnen eine zweite Chance, ein neues Zuhause, einen neuen Sinn. Wahrt ihre Identität als Wörter und recycelt sie zu neuen Texten statt zu Klopapier. Diese Blackouts sind keine Filmrisse, sondern Risse im Zusammenhang alter Texte. Sie sind Satzminiaturen, in den Vordergrund gehoben durch das Ausblenden des nicht mehr Gebrauchten. So entsteht Neues aus Altem. Zeitlos, befreit von kurzlebiger Tagesaktualität.

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Bon Jovi & Skrillex im Goats Yelling Like Humans RMX


YouTube: Bon Jovi – Living On a Prayer [GOAT EDITION]

YouTube: Skrillex – First of the year [GOAT EDITION]

Der Harlem Shake hat die Welt lange genug im Würgegriff gehalten. Jetzt kommen Ziegen, die wie Menschen schreien zurück. In ganz großem Stil. Und danke liebe Paarhufer, dass ich Bon Jovi und Skrillex mal zusammen in eine Überschrift packen durfte.

(via Testspiel & NC)