„Is that a Pita in your pocket?“ – Wie Science-Fiction-Autor David Gerrold im Jahr 1999 Smartphones vorhergesagt hat

Vor 19 Jahren hat Drehbuch und Science-Fiction-Autor David Gerrold im Sm@rt Reseller-Magazin seine Prognose zur „Future of Computing“ abgegeben und quasi von Technik über Anwendungen bis hin zum Datenschutz voll in Schwarze getroffen. Respekt!

Gerold selbst relativiert seinen Volltreffer und denkt ein paar Zeilen später über die Zukunft der Robotik nach. Wir sprechen uns dann in 20 Jahren wieder…

But, see, here’s the thing: Science fiction authors don’t predict the future. It’s just that once in a while, something that someone imagines does end up as a fact, and this is why some people think science fiction is a literature of prediction.

It isn’t.

Science fiction is a literature of ideas and extrapolation. It’s a consideration of possibilities. It’s a speculation on the way things could be. That’s all.

(via eay)

Wenn eine Künstliche Intelligenz ein neues Kapitel Harry Potter schreibt

Die Leute von Botnik (a community of writers, artists and developers collaborating with machines to create strange new things) haben eine Künstliche Intelligenz mit allen sieben Harry-Potter-Bänden trainiert und anschließend ein Kapitel schreiben lassen. Mein Lieblingssatz: „Ron’s Ron shirt was just as bad as Ron himself.“




Noch ein lustig schräges KI-Projekt von Botnik: „Advice about teenagers written using a predictive text keyboard trained on ‚Dear Abby‘ advice columns about teenagers“. Wer macht bitte eine deutsche Version mit Dr. Sommer?

(via The Guardian)

Amazons Alexa macht alleine Party bis die Polizei kommt

Ist der User aus dem Haus, tanzen feiern die digitalen Assistenten. Schöne neue Welt… 🤘

Grüßt euch erstmal Amazon,

also bisweilen war ich mit eurem Service und Alexa einwandfrei glücklich. Allerdings hat die Beziehung zwischen Alexa und mir seit Freitagnacht eine Kehrtwende genommen. Man könnte sagen „es ist kompliziert“ oder sogar eher soweit, dass wir nun leider getrennte Wege gehen müssen.

Während ich ganz entspannt in Hamburg auf der Reeperbahn, sowie im Schanzenviertel ein Kaltgetränk zu mir genommen habe, hat Alexa eigenständig, ohne Befehl und ohne über Handy (Spotify oder ähnlichem) gesteuert zu werden auf voller Lautstärke ihre eigene Party bei mir in der Wohnung gefeiert. Sei ihr theoretisch ja gegönnt, allerdings entschied sie sich für eine äußerst ungünstige Uhrzeit zwischen 1:50 Uhr und 3:00 Uhr Mitternacht. Meine Nachbarn alarmierten daraufhin die Polizei, welche wiederum die Wohnung öffnete und Alexa mal gehörig den Saft abdrehen mussten.

Es wurde das Türschloss samt Zylinder ausgetauscht. Die neuen Schlüssel konnte ich dann auf dem Polizeirevier in Empfang nehmen, wo ich morgens noch mit dem Taxi hinfahren durfte. Die Rechnung für den Schlüsseldienst als Nachteinsatz wird demnächst bei mir eintrudeln.

Als ich Alexa danach fragte, wie wir nun verbleiben und ob Sie mir die Kosten die sie selbstverschuldet verursacht hat, überweisen könnte kam nur ein trockenes

„Ich habe leider keine Antwort auf die Frage gefunden.“

Auf Nachfrage beim Telefonkundenservice von Euch wurde ich gefragt, ob mein Fenster eventuell auf Kipp stand und jemand nachts um 2 Uhr Alexa ferngesteuert haben könnte. Diese Option hielt ich für äußerst fragwürdig, da meine Wohnung sich im 6. Stock befindet und mein Fenster auch nicht auf Kipp stand.

Anbei schicke ich Euch noch ein netten Artikel aus dem aktuellen Pinneberg Tageblatt. Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, wie wir nun mit diesem Fauxpas verbleiben können. Alexa würde ich euch nämlich gerne einpacken und ihr könntet dann ein neues Zuhause für Sie suchen.

Mit freundlichem Gruß
ein bis gestern Morgen eigentlich noch überzeugter Amazon-Kunde.

Lob des Smartphones! (Dirk von Gehlen auf dem Zündfunk Netzkongress 2017)

Dirk von Gehlen hat auf dem Zündfunk Netzkongress ein Lob auf das Smartphone gesungen. In seinem Vortrag geht es aber nicht nur um das Smartphone, sondern generell auch um ein anderes Verhältnis zum Neuen. Und weil Wochenende und Dauerregen: Hier noch eine Playlist mit allen 57 Videos vom ZF2017. Sind interessante Vorträge dabei…

Der Vortrag basiert in weiten Teilen auf dem, was ich im in einem Buch zusammengefasst habe, das im Januar 2018 bei Piper erscheint. Es heißt „Das Pragmatismus-Prinzip“ und fasst im Untertitel zusammen, worum es mir in Vortrag und Buch geht: „Zehn Gründe für einen gelassenen Umgang mit dem Neuen“

Ich glaube, dass es an einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft fehlt. Das Morgen ist Optimisten wie hierzulande vor allem Pessimisten ein mit ihren Wünschen und vor allem Sorgen beschriebenes Blatt und viel zu selten ein offener, ein gestaltbarer Raum.

Instagif – DIY Sofortbildkamera, die GIFs ausdruckt

Die Instagif von Abhishek Singh ist eine moderne Reminiszenz an die legendären Sofortbildkameras von Polaroid. Dabei werden die Fotos als dreisekündiges GIF auf ein (Raspberry Pi betriebenes) Cartridge mit Display kopiert, das anschließend von der Kamera ausgeworfen wird. Wie beim Vorbild verblassen die Aufnahmen – nur halt nicht in Jahren sondern Sekunden. Nice!

I built a camera that snaps a GIF and ejects a little cartridge so you can hold a moving photo in your hand! I’m calling it the “Instagif NextStep”. Don’t ask me why I built it, it sounded like a fun challenge and I always wanted to hold a moving photo. If it wasn’t obvious, I was inspired by the Polaroid OneStep. What I love about these kinds of projects is that they involve a bunch of different skill sets and disciplines – hardware, software, 3D modeling, 3D printing, circuit design, mechanical/electrical engineering, design, fabrication etc that need to be integrated for it to work seamlessly. Ironically this is also what I hate about these kinds of projects :P I have detailed all the steps here and have released all the code, eagle files and design files so you can create your own.

Auf Imgur hat Abhishek Singh ausführlich dokumentiert, wie die Instagif funktioniert:

I made a camera that prints a GIF instantly

(via prostheticknowledge)

In Russland gibts Automaten für Fake Instagram Likes und Follower

Like mich doch am Arsch: Wenn Kunst von der Realität eingeholt wird: In Einkaufszentren in Russland stehen Automaten, an denen man sich u.a. Likes und Follower für Instagram und VKontakte (quasi das russische Facebook) kaufen kann.


(50 Rubel sind zur Zeit rund 80 Cent)

Neurotransmitter 3000 – Ein Fahrgeschäft, das mit biometrischen Daten gesteuert wird

Tolles Projekt – nicht nur wegen dem Namen: Der Neurotransmitter 3000 von Daniel de Bruin ist ein sieben Meter hohes Fahrgeschäft, das auf Herzfrequenz, Körpertemperatur, Schwerkraft und Muskelspannung reagiert. Dabei werden die biometrischen Daten von Sensoren gemessen und anschließend in Bewegung übersetzt. Der Körper reagiert auf die Bewegungen des Neurotransmitter 3000, der wiederum auf den Körper reagiert.

Artist/designer Daniel de Bruin is driven by the desire to become part of the things he creates. Neurotransmitter 3000 is such a thing: a seven-meter high attraction in which he lets himself swing around. He built the first phase of the machine as part of his graduation from HKU University of the Arts Utrecht in 2015. From then on, he developed a plan to control the machine by biometric data he obtains by sensors on his body. Heart rate, body temperature, orientation / gravity and muscle tension are measured and translated to variations in motion. Thus, not only responds De Bruins body on the movements of the Neurotransmitter, the Neurotransmitter also responds to his body.

(via prostheticknowledge)