Auf schmutzigen Lastwagen und Autos malen: Dirt Paintings von Nikita Golubev

Mit dem Finger auf schmutzigen Fahrzeugen malen ist nichts Neues. Der russische Künstler Nikita Golubev bewegt sich mit seinen Dirt Paintings aber doch ein Stückchen jenseits der üblichen Smileys und Wasch-mich-Botschaften. Wer seinen vergänglichen Werken über den nächsten Regenschauer hinaus folgen möchte, kann das auf Instagram und Facebook.





(via Klonblog)

Wenn Architekten mehr Mut zur Farbe hätten

Der Architekturstudent Paul Eis zeigt mit seinen Gegenentwürfen, wie Architektur aussehen könnte, wenn statt den dominierenden Weiß- und Grautönen mehr Farbe zum Einsatz kommen würde. Dafür fotografiert er Gebäude und gibt ihnen in Photoshop einen neuen Anstrich:

 Ich färbe diese Gebäude in Photoshop nicht um konkrete Verbesserungsvorschläge zu machen sondern eher um in einer sehr überspitzten Form zu zeigen, wie der Gebrauch von Farbe auch eher einfach strukturierte Gebäude in interessante Objekte verwandeln kann.

Hier eine kleine Auswahl, mehr davon gibts neben seiner Website auf Instagram, oder als Poster in seinem Shop.

(via urbanshit)

„Product of Environment“ – Einzelausstellung von Plotbot KEN in der Urbanshit Gallery

Die Urbanshit Gallery von Rudi hat eine feste Homebase in Hamburg gefunden. Zur Eröffnung der neuen Galerieräume im Small Space am Fischmarkt läuft dort noch bis zum 5. Mai eine Einzelausstellung mit dem Berliner Urban Art Künstler Plotbot KEN. Für diejenigen, die keine Möglichkeit haben vorbeizuschauen, habe ich auf der Vernissage ein paar Fotos geschossen. 

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Ein Schlafzimmer in einen Berliner U-Bahn-Schacht bauen (Making of)

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Direktlink: Secret Bedroom Discovered | Rocco and his brothers

Anfang des Jahres wurde in Berlin in einem U-Bahn-Schacht ein voll möbliertes Schlafzimmer entdeckt. Nachdem über den Fund lange gerätselt und spekuliert worden ist, hat sich jetzt das Künstlerkollektiv „Rocco and his Brothers“ zu der Aktion bekannt. Well played:

An einem Februar Morgen vermeldeten die Boulevardzeitungen Berlins ein seltsames Ereignis.

Mitarbeiter der BVG hatten bei der Routinebegehung eines Berliner U-Bahn-Schachtes der Linie U9 eine Entdeckung gemacht: ein voll möbliertes Schlafzimmer mit laufendem Fernseher, angeschalteten Lampen, einem ordentlich gemachten Bett und zwei gut gepflegten Zimmerpflanzen.

Hundert Meter Kabel wurden verlegt, um Strom von einer Baustelle auf einem stillgelegten Bahnhofsrohbau am Rathaus Steglitz abzuzapfen.

Eine Bleibe für Obdachlose? Eine Flüchtlingsunterkunft? Ein Schutzraum für Künstler vor der Reizüberflutung der Außenwelt?

Die Berliner Öffentlichkeit spekulierte ausgiebig über die Urheber und ihre Motive. Oft wurden Wohnungsnot und Gentrifizierung assoziiert, die Flüchtlingsthematik bis hin zu den Ähnlichkeiten zu Bunkeranlagen.

Bald griff auch das Feuilleton die Thematik auf und erkannte das Zimmer als Guerillakunst. Im Gegensatz zur Sensationslust des Boulevards widmete sich etwa der Architekturhistoriker Nikolaus Bernau ausführlich dem Werk und analysierte verschiedene Aspekte der Installation.

Nachdem er berechtigerweise fragte, was aus der verwendeten Yucca-Palme geworden sei, die ja ohne Sonnenlicht nicht existieren kann, wurde sie ihm prompt anonym zugestellt.

(via Berlin Graffiti)

Urban Explorers – Webserie von ARTE Creative über urbane Gegenkulturen

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In der achtteiligen Webdoku-Serie „Urban Explorers“ von ARTE Creative geht der französische Filmemacher Mathias Bones begleitet von Akteuren diverser Gegenkulturen in London, Paris, New York, Berlin und Stockholm auf Entdeckungreise. Ich bin noch nicht mit allen Folgen durch, aber als Zwischenfazit: absolut sehenswert!

Urban Explorers erforscht die dunkelsten, tiefsten Orte und unzugänglichsten Höhenlagen, begleitet von denen, die den Aufbau unserer weltweiten städtischen Lebensräume ganz neu eröffnen und entwerfen: Urbane Erkundung, Parkour oder Urban Hacking sind ihre Disziplinen, die den Zuschauer einladen, auszubrechen und den Facettenreichtum des Kosmos „Stadt“ zu erkunden: London, Paris, New York, Berlin oder sogar Stockholm sind zu Zentren geworden, in denen diese Disziplinen auf fruchtbaren Boden treffen und an denen sie wachsen – und umgekehrt leisten diese ihren Beitrag zur Entwicklung der Städte.

Hier alle acht Folgen, die laut Nachfrage bei ARTE „noch einige Monate online“ sein werden:

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