Nazis zum Schweigen bringen

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Unabhängig davon, wie man zu Shia LaBeouf als Schauspieler, Künstler und öffentliche Person steht, Nazis zum Schweigen bringen kann er. Dem Typ mit SS-Käppi dürften noch eine Weile die Ohren klingeln:

The problem was that not everyone wanted to say “He will not divide us.” To be more specific, a Nazi showed up who wanted to say “1488,” instead … “1488,” of course, is a white supremacist code number that combines white supremacy’s 14-word creed with a reference to “Heil Hitler,” H being the eighth letter of the alphabet. It was created by white supremacist murderer David Lane, the same charmer who invented the “white genocide” myth. (Saying “Heil Hitler,” even in code, is another cutoff point where it probably ought to be ok to call someone a Nazi.)

(via Slate)

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft (Radio-Feature)

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Interessanter, halbstündiger Beitrag bei Deutschland Radio Kultur über Afrofuturismus. Gerade gehört und sofort ein paar Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Die Diskriminierung von Afro-Amerikanern ließ eine popkulturelle Strömung entstehen, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhielt: der Afrofuturismus. In Musik, Literatur und Comics entwickeln hier Künstler utopische Welten […]

Die Chicagoer Publizistin Ytasha Womack ist einer der Logbuch-Schreiberinnen des zeitreisenden Afrofuturisten. Sie hat in ihrem Buch „Afrofuturism – The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ im Jahr 2013 die Welt der Afrofuturisten beschrieben. Es ist ein Sammelbegriff, der fiktionale, spekulative Literatur umfasst, Geschichten aus der Zukunft, von Weltraumreisen und Superhelden, futuristische Musik und Mode, Filme und Spiele. Alles aber immer mit einem schwarzen Blick und afrikanischen Bezügen.

Als Womack ihr Buch veröffentlichte, da war das Wort schon rund 20 Jahre alt. Der Literaturkritiker Mark Dery erfand ihn mangels eines anderen Genre-Begriffes in den 90ern, als er in einem Essay die Frage stellte, warum es eigentlich so wenig afro-amerikanische und auch afrikanische Autoren gibt, die selbst Science-Fiction schreiben – ihre Geschichte würde sich doch selbst wie eine lesen:

„Das ist gerade so verblüffend, weil die Afro-Amerikaner wortwörtlich Nachfahren von einer Alien-Entführung sind. Sie leben in einem Sci-Fi-Albtraum, in der ein unsichtbares, aber undurchdringliches Kraftfeld aus Intoleranz ihre Bewegungen einschränkt.“

Afrofuturismus – Widerstand gegen eine weiße Zukunft [MP3 | 28.8MB]

(Grafik aus: „Afrofuturism: The World of Black Sci-Fi and Fantasy Culture“ von Ytasha Womack | via Swen)

#GrabHimByTheBallot – Frauen gegen Trump

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Unter #GrabHimByTheBallot (Ballot, engl. für Abstimmung, Stimmzettel, Wahl) bezieht die deutsch-amerikanische Fotografin Anja Schütz zusammen mit einer wachsenden Gruppe von Frauen künstlerisch Stellung gegen die mi­so­gynen Kommentare, die ein gewisser US-Präsidentschaftskandidat von sich gegeben hat. Mehr Fotos und aktuelle Uploads von #GrabHimByTheBallot gibts auf Facebook.

(via Osocio)

Selfie Culture 2016

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Letzte Woche, als sich Hillary Clinton bei einem Auftritt in Orlando als winkender Selfie-Hintergrund auf ein Podest gestellt hat. Kulturpessimisten fühlen sich jetzt wahrscheinlich mal wieder hinsichtlich jüngerer Generationen bestätigt, aber ich sehe eigentlich nicht, was daran jetzt blöder sein soll, als damals™ in der digitalen Steinzeit, als sich Leute bei solchen Veranstaltungen Autogrammkarten signieren lassen haben.

Als einer von Clintons Mitarbeitern das Bild am Sonntag ins Netz stellte, segelte es sofort auf einer viralen Welle. Twitter, Facebook und Buzzfeed spülten es weit nach oben – und nicht wenige sahen es als Beweis für die Selbstliebe der Smartphone-Generation.

Ob das stimmt? Clinton jedenfalls hatte kein Problem mit dem Foto, im Gegenteil, sie hatte “Everyone take a selfie” sogar dazu aufgefordert.

(via Phaenomeme)