David Cameron’s Conference Rap (Mashup)


YouTube: Cameron’s Conference Rap (via MeFi)

Mit dem 1. Oktober 2014 ist im UK ein neues Gesetz in Kraft getreten, dass die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke für Parodien gestattet. Um das angemessen zu feiern, hat Cassetteboy aus Reden des konservativen Premierminister David Cameron einen brillanten Rap destilliert und mit „Lose Yourself“ von Eminem gemasht. Funktioniert übrigens auch ohne tiefergehende Kenntnisse der dortigen Politik hervorragend.

The Pirate Bay 10 Years Anniversary

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Die olle Piratenbucht feiert heute ihren zehnten Geburtstag mit einem Festival in der Nähre von Stockholm. Happy Birthday, schön, dass es dich (noch immer) gibt! Ein bisschen ausformulierter als meine zwischen zwei Folgen Breaking Bad hingerotze Grußadresse hat es neulich Erik Lönroth von der Jubiläumsparty veranstalteten Piratenpartei formuliert:

Its not as simple as celebrating a web site. Thats stupid. No, it’s a celebration of 10 years of file sharing, love and freedom made possible partially through it. The Pirate Bay is not even the only site of its kind, never was, but it has become a symbol for something more. That is not stupid, it matters. It matters, because it tells a story of our time. The story about real people, doing real stuff that mattered here and now – and tragically – those people got destroyed for it. It’s happening still, only in other, different contexts. I’m celebrating The Pirate Bay on the 10th because I’m celebrating ideas made clear and possible through copying, sharing, internet, technology and people caring. Maybe I’m an idealist, but as John Lennon wrote: ‘I’m not the only one’.

Zur Feier des Tages noch mal das Foto vom ersten Pirate Bay Server, der mittlerweile den Weg ins Museum gefunden hat und die Doku TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard von Simon Klose…

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Recht auf Remix

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Ich muss den Blödsinn hier mal kurz für etwas Wichtiges unterbrechen: Die Digitale Gesellschaft e.V. hat letzte Woche eine Kampagne für ein Recht auf Remix gestartet, verbunden mit einer Petition, die ich gleich mal unterzeichnen werde. Denn dass das Urheberrecht in seiner jetzigen Form von vorvorgestern und kulturfeindlich ist, steht nicht nur für mich außer Frage. Ziel ist es, auch hierzulande eine Fair Use-Regelung zu bekommen. Auszug aus dem Manifest:

Wir leben in einem Zeitalter des Remix. Kreativität und Kultur bauten schon immer auf bereits Bestehendem auf. Internet und digitale Technologien ermöglichen aber die kreative Nutzung existierender Werke in völlig neuen Dimensionen: Nie zuvor war es so vielen möglich, Werke auf so unterschiedliche Arten zu verändern und so einfach anderen zugänglich zu machen. Mehr denn je gilt heute: „Everything is a Remix.“

In der klassischen Neuschöpfung tritt das Alte bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund. Remix als Kulturform zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass Altes im Neuen kenntlich bleibt. Remix ist eine kreative Kopie, die als solche erkennbar ist. In dem Maße, in dem die kreative Kopie Teil des kommunikativen Alltags breiter Bevölkerungsschichten wird, ist ein Recht auf Remix eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit einer Gesellschaft. Unter einem Recht auf Remix verstehen wir ein Bündel aus drei digitalen Kreativitätsrechten:

Das Recht, Werke bei der Nutzung zu verändern und das Ergebnis öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Transformationsnutzungsrecht — Beispiel: Hintergrundmusik im Handyvideo).
Das Recht, Remixes von bestehenden Werken zu erstellen und diese öffentlich zugänglich zu machen (Pauschalvergütetes Remixrecht – Beispiel: Fake-Trailer einer Fernsehserie).
Das Recht, gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung Remixes auch kommerziell zu verwerten. (Lizenzpflichtiges Remixverwertungsrecht – Beispiel: Verkauf von Musik-Mashup via iTunes)
Remix und Remixkultur müssen als zentrale Ausdrucksform einer digitalen Gesellschaft anerkannt werden. Ein Recht auf Remix erfordert jedoch auch Änderungen des Urheberrechts in Deutschland und auf europäischer Ebene.