„Fickt euch!“ laut Staatsanwaltschaft Gera keine Beleidigung – Studierende präsentieren Urteil in szenischer Lesung

Bahnbrechendes Urteil: Die Staatsanwaltschaft Gera legt unter verbalen Verrenkungen dar, warum die Aufforderung, sich selbst zu f*cken, keine Beleidigung darstellt. Studierende lesen Auszüge des Urteils:

(via @LizasWelt)

Mann hält Loch für optische Täuschung und fällt hinein

Du bist im Museum, siehst 1 schwarzen Kreis aufm Boden, gehst näher hin und zack:

A visitor to the Anish Kapoor exhibition at the Serralves museum in Porto was hospitalised this week after falling inside one of the British artist’s installations, which features a 2.5-metre-deep hole […]

A spokesman for the museum says that the “visitor is OK [and] almost ready to return home”. He added that “security protocol was followed” and there are warning signs as well as a member of gallery staff inside the installation […]

The work, Descent into Limbo (1992), consists of a cube-shaped building, which can be entered by visitors, with a circular hole in the centre of its floor. The sides of the hole are coated in black pigment, giving the illusion of a depthless void.

Aber hey, sowas kann selbst den Besten mal passieren…

via GIPHY

(Foto: Screenshot YT | via Ronny)

Rap vs Polizei vom Chor der HAW Hamburg klassisch interpretiert

Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (kurz: HAW) mit einem Medley zum Thema Polizistenhass – bzw. zur Doku „Fick die Cops“ – Wieso hassen Rapper die Polizei?“:

Alter Rap-Text, neue Partitur – und plötzlich klingt der Polizistenhass ganz anders. Wie viel bleibt noch übrig von der Gangsta-Attitüde? Ein Projektchor aus Studenten hat für uns ein Experiment gewagt, einige Songs zum Thema neu zu interpretieren. Kurz geprobt und ab ins Studio. Öffnet den Rotwein und genießt die offene Chorprobe über die Polizei.

Tamas – „Fick die Cops“
Haftbefehl – „Copkkkilla“
Nate57 – „Blaulicht“
Casper – „Sirenen“
Hanybal & Nimo – „Fick dich“

(via Blogbuzzter)

Wenn eine Künstliche Intelligenz ein neues Kapitel Harry Potter schreibt

Die Leute von Botnik (a community of writers, artists and developers collaborating with machines to create strange new things) haben eine Künstliche Intelligenz mit allen sieben Harry-Potter-Bänden trainiert und anschließend ein Kapitel schreiben lassen. Mein Lieblingssatz: „Ron’s Ron shirt was just as bad as Ron himself.“




Noch ein lustig schräges KI-Projekt von Botnik: „Advice about teenagers written using a predictive text keyboard trained on ‚Dear Abby‘ advice columns about teenagers“. Wer macht bitte eine deutsche Version mit Dr. Sommer?

(via The Guardian)

Künstler bekommt geklautes Handy zurück und bringt Chats der Diebe als Buch heraus

Künstler und Gestalter Lukas Adolphi wurde sein Handy geklaut. Nachdem er es einige Zeit und Gerichtsverhandlungen später zurückbekommen hatte, stellte er fest, dass es die Diebe in der Zwischenzeit für ihre private Kommunikation genutzt hatten. Deren Chats hat er nun im Eigenverlag unter dem Titel „Die Cops ham mein Handy“ als Buch herausgebracht.

Mir wurde vor Jahren mein Telefon von zwei Typen geklaut. Später wurden sie gefasst. Gerichtsverhandlung. Irgendwann bekomme ich mein Telefon wieder. Als ich es anschalte sehe ich, dass der Langfinger mein Telefon zwei Wochen lang benutzt und hunderte Nachrichten geschickt und empfangen hat. Diese findet ihr nun in Form eines Reklame-Bands.

„Die Cops ham mein Handy“ kostet 8 Euro (zzgl. Porto) und kann direkt bei Lukas Adolphi vorbestellt werden: Die erste Auflage ist leider bereits vergriffen, aber im Januar wird eine neue aufgelegt.

(Fotos: Lukas Adolphi | via Rudi)

Werbung trollt Werber

Das Plakat hängt zur Zeit in meinem Viertel Hamburg-Ottensen ca. 300 Meter von der Werbeagentur Scholz & Friends entfernt. Mich hat’s kurz zum Schmunzeln gebracht. Einige aus der Werbebranche finden es weniger witzig, reagieren mit Mimimi und einer Beschwerde beim Werberat. Einer nimmt’s immerhin sportlich. Und überhaupt: Life könnte noch viel bitterer sein.

Zum Hintergrund: Im gentrifizierten Ottensen sind Wohnungen schon lange knapp, insbesondere bezahlbare. Viele Anwohner waren dementsprechend wenig begeistert, als auf dem ehemaligen Zeise-Parkplatz in der Friedensallee nicht wie ursprünglich geplant 80 neue Wohnungen (die Hälfte davon Sozialwohnungen) gebaut wurden. Stattdessen entstand dort ein sechsgeschossiger Bürokomplex für den britischen Kommunikationskonzern WPP und dessen elf in Hamburg ansässige Agenturen, darunter Scholz & Friends.