NO-AD Day 2014 – Internationaler Aktionstag gegen Werbung im öffentlichen Raum

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Am 27.November haben Aktivisten im Zuge des jährlichen „NO-AD Day“ Werbung aus der Stadtlandschaft entfernt. Erste Fotos gibts in diesem Album bei Facebook, Infos zum internationalen Aktionstag auf der offiziellen Webseite. Nicht dazu gehörend aber thematisch passend: hier noch ein Interview von ARTE-Tracks mit Jordan Seiler, dem Entwickler der App „NOAD„, die Werbung in Echtzeit durch Kunst ersetzt.

In an effort to examine the issue of over-consumption, “Buy Nothing Day” began in 1992 by artist Ted Dave, and participants were asked to refrain from purchasing goods for 24hrs. 22 years later this single act of defiance has grown into a worldwide movement that now takes place in 65 countries and includes thousands of participants. We have begun “NO AD Day” in solidarity with the “Buy Nothing Day” movement, and as an extension of our activist projects dealing with outdoor advertising in Public Space. Participants in “NO AD Day” are asked to remove as much outdoor advertising as they can the day before Buy Nothing Day, in an effort to eliminate the commercial media messages which dominate our public spaces.

We believe that curbing our over-consumption requires we take a hard look at the commercial messages which dominate all media outlets, and whose conceits we cannot escape. We also believe that extraditing ourselves from the commercial media system is the best way to gain control over our consumption behaviors. Our public spaces, dominated by commercial media, make gaining distance impossible. By eliminating the commercial media which dominate our public spaces we can begin to more fully gain control of our desire to consume, and address the issues surrounding “Buy Nothing Day”, and the rampant over consumption which threatens our civilization.

“NO AD Day” is about controlling the over saturation of our minds and environment by commercial media, so that we might address our consumptive needs in a more meaningful and productive way.

(via I Love Graffiti)

NDR-Reportage: Die Graffiti-Jäger (10. November 2014)


Vimeo: NDR: Die Graffiti-Jäger (10. November 2014) (via JUST)

Knapp eine halbe Stunde irgendwo zwischen Lachen und Weinen.

Hannover zählt zu den Hochburgen der Graffitiszene. Hier kämpft sogar eine eigene Sonderkommission der Polizei gegen die illegalen Attacken aus der Farbdose. Häuserwände, Türen und Brücken sind beschmiert. Alle paar Meter haben Graffiti-Sprayer in Hannover ihre „Tags“, ihre Kürzel hinterlassen.
Etwa 700.000 Euro Schaden verursachen illegale Sprayer jedes Jahr in der Region. Die sechs Beamten der Ermittlungsgruppe Graffiti durchsuchen vier Wohnungen gleichzeitig. Im Visier: Mitglieder einer Crew, die für dutzende „pieces“ verantwortlich sein sollen.
Die Polizisten suchen die „Blackbooks“. In den Büchern skizzieren die Sprayer ihre Bilder. Nur mit diesen Hinweisen lassen sich die Taten zuordnen.
Aber die Polizisten finden noch viel mehr. Tag und Nacht ist die Soko im Einsatz. Kurz nach Mitternacht erreicht die Ermittler ein Alarm: Auf einem Abstellgelände der Bahn wurden Sprayer beobachtet. Vermutlich sind sie noch irgendwo auf den Gleisen unterwegs. Die Nordreportage begleitet die Sonderermittler der Polizei im Kampf gegen Sprayer, die die Stadt als ihre Leinwand nutzen.

Das Ende von Möbeln als Selbstmord inszeniert

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Die französische Künstlerin Lor-K verpasst weggeworfenen Möbel und Einrichtungsgegenstände einen Gore-Look, um uns „in einer Ära der geplanten Obsoleszenz mit dem Ende des Lebenszyklus unserer Objekte zu konfrontieren“. Mehr Fotos ihrer fortlaufende Serie „Objeticide“ gibts auf ihrer Webseite.

(via urbanshit)

Ein bunter Sarg für OZ und eine Petition zum Erhalt seiner Kunst

Foto: OZM Art Space Gallery (via Blogrebellen)

Die Spenden-Aktion der Kiezhelden für OZ war erfolgreich, ein dadurch finanzierter und von Künstlern besprühter Sarg steht gerade in der OZM Art Space Gallery in einem von OZ gestalteten Raum. Die Trauerfeier für die Graffiti-Legende findet am Freitag, den 17.10. ab 12.30 Uhr beim Ohlsdorf Friedhof im Bestattungsforum (Fritz-Schumacher-Halle) statt.

Des Weiteren läuft noch eine Petition, die Kunstwerke von OZ zu bewahren. Ich persönlich bin da etwas zwiegespalten, möchte aber an dieser Stelle darauf hingewiesen haben.

Spenden-Aktion für die Beerdigung von OZ

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Um eine Trauerfeier und ein Grab für den kürzlich verstorbenen OZ zu finanzieren, läuft noch bis Ende Oktober ein Spenden-Projekt bei in den Kiezhelden. Über die Hälfte ist bereits geschafft und wenn es am Ende ein bisschen mehr als die anvisierten 8000€ werden, ist das auch nicht verkehrt.

Am Donnerstagabend des 25. September 2014 ist der Hamburger Künstler Walter Josef Fischer, bekannt unter seinem Künstlernamen OZ, im Alter von 64 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.
Unser Anliegen ist es, OZ eine würdevolle Trauerfeier und Bestattung zu ermöglichen. Da OZ keine direkten Angehörigen hinterlässt und ohne Vermögen war, wollen wir die Trauerfeier und ein Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof durch Spenden realisieren.
Die Spenden werden für die Trauerfeier, die Beisetzung, den Erwerb einer Grabstelle, einen Grabstein und die anfallenden Gebühren eingesetzt. Die Spendengelder werden treuhänderisch durch OZ langjährigen Vertrauensanwalt und Bevollmächtigten Rechtsanwalt Andreas Beuth verwaltet. Sollten die Spenden den Bedarf von insgesamt ca. 8000 € übersteigen, werden diese Gelder für die Betreuung und Sicherung des künstlerischen Nachlasses von OZ durch die Anwaltskanzlei Beuth verwendet.
Die Trauerfeier findet statt am Freitag, 17.10.2014, Friedhof Ohlsdorf, Bestattungsforum, Fritz-Schumacher-Halle um 12:30 Uhr.
Die Beisetzung findet im Anschluss an die Trauerfeier statt.

Schwarze Trauerkleidung wäre vermutlich nicht im Sinne von OZ gewesen.

OZ :(

oz-cloud

Machs gut OZ. Du hast Hamburg zum Lächeln gebracht.

„Am 25. September 2014 gegen 22:30 Uhr sprühte Oz an den Gleisen zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Berliner Tor, als ihn eine S-Bahn erfasste. Oz war sofort tot. Die Bundespolizei stellte ein frisches Graffiti auf der Abdeckung einer Stromschiene fest und fand vor Ort eine Dose und einen Rucksack.“

[Update: (Neues) Foto via Fettes Brot via Blogbuzzter]